Auch Seniorentaxis fahren zu Impfzentren

Die Verbandsgemeinde Hachenburg erinnert angesichts der Diskussion über Corona-Impfungen für Ältere an ihr Seniorentaxi und gibt damit ein gutes Beispiel für andere Regionen ab, in denen es ähnliche Angebote gibt.

Das Seniorentaxi gibt es seit 2016, als dieses Fotos entstanden ist. (Foto: VG Hachenburg)
Das Seniorentaxi gibt es seit 2016, als dieses Fotos entstanden ist. (Foto: VG Hachenburg)
Dietmar Fund

Warum denn lange über etwas Neues diskutieren, wenn man die Corona-Impfzentren auch mit einem bestehenden Angebot erreichen kann? Das hat sich offenbar die Verbandsgemeinde Hachenburg gedacht und in ihrer Region an ihr Seniorentaxi erinnert, mit dem ältere Bürgerinnen und Bürger unabhängig von Buslinien das Impfzentrum in Hachenburg ansteuern können.

Über 67 Jahre alte Seniorinnen und Senioren bezahlen in der Verbandsgemeinde nur die Hälfte des regulären-Taxi-Fahrpreises. Die andere Hälfte übernimmt die Gemeinde. Sie stellt für eine Verwaltungsgebühr von fünf Euro einen Berechtigungsausweis aus, mit dem man die Vergünstigung in Anspruch nehmen kann. Man kann ihn sogar per E-Mail anfordern.

Bisher hat die Verwaltung 2.110 Berechtigungsausweise ausgestellt und damit rund 43 Prozent der berechtigten Altersgruppe erreicht. Im Durchschnitt fördert Hachenburg monatlich rund 1.450 Fahrten. Das hat sie 2020 insgesamt rund 120.000 Euro gekostet.

Am Seniorentaxi, das 2016 an den Start gegangen ist, nehmen fünf Unternehmen teil. Die Gemeinde nennt in ihrer Mitteilung Taxi Kappi-Tullius, Taxi Schmidt, City Taxi, Bischoff-Touristik und City Car Meyer. Die Verbandsgemeinde hat gut 24.000 Einwohner.

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