Toyota-Offensive: 30 neue E-Autos bis 2030

Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Lange hielt sich Toyota in Sachen BEV zurück – jetzt präsentierte man zum Jahresende ein Feuerwerk aus 16 Toyota- und Lexus-Stromern, die (fast) alle Marktsegmente abdecken.

Für Toyota dürfte es ein kleiner Befreiungsschlag in Sachen BEV gewesen sein: Gleich 16 neue Stromer wurden auf einmal präsentiert – alle mit Realitätsbezug und der Möglichkeit, hier schnell in Serie zu gehen. Der globale Absatz vollelektrischer Fahrzeuge soll dadurch auf 3,5 Millionen Einheiten steigen. Europa ist dabei einer der Schlüsselmärkte: Lexus soll bis 2030 ausschließliche E-Autos in der Region verkaufen, die Mutter Toyota offeriert nach eigenen Angaben „ab 2035 ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge“.

Abschnitt 1

Lange hielt sich Toyota in Sachen BEV zurück – jetzt präsentierte man zum Jahresende ein Feuerwerk aus 16 Toyota- und Lexus-Stromern, die (fast) alle Marktsegmente abdecken.

 
Nicht weniger als 16 mögliche Modelle stellte Toyota jetzt vor. Viele kennt man auch als Verbrenner. | Foto: Toyota
Nicht weniger als 16 mögliche Modelle stellte Toyota jetzt vor. Viele kennt man auch als Verbrenner. | Foto: Toyota
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Den Anfang macht der bZ4X: Der gemeinsam mit Subaru entwickelte und im Motomachi-Werk gefertigte Elektro-SUV rollt 2022 nach Deutschland und Europa und markiert den Startschuss zu einer vollelektrischen Modellfamilie. Ein mittelgroßes und ein großes SUV mit drei Sitzreihen sowie ein kleiner Crossover ergänzen die „bZ“-Serie.

Kleiner Crossover mit nur 12,5 kWh/100 km Verbrauch

Toyota macht sich dabei nach eigenen Angaben seine langjährige Erfahrung in der Elektrifizierung zunutze. Mit zunehmender Reichweite werden Batterien eigentlich größer, schwerer und entsprechend teurer. Toyota feilt deshalb an der Gesamteffizienz seiner Fahrzeuge und strebt beispielsweise für das kleine Crossover-Modell einen branchenweit führenden Stromverbrauch von nur 12,5 kWh pro 100 Kilometer an, was wirklich extrem günstig wäre.

Auch die Batterietechnik wird hierfür sukzessive weiterentwickelt. Toyota erhöht die Investitionen in diesem Bereich nochmals. Nachdem erst kürzlich die kommerzielle Produktion bipolarer Nickelmetallhydrid-Akkus (NiMh) angelaufen ist, die weniger Mineralien verbrauchen und bei doppelt so hoher Leistungsdichte kostengünstiger sind, werden ähnliche Fortschritte bei Lithium-Ionen-Batterien erwartet. Außerdem arbeitet Toyota an der Einführung sogenannter Feststoffbatterien: Sie ermöglichen eine höhere Leistung, eine größere Reichweite und kürzere Ladezeiten.

Lexus steigt ab 2035 weltweit aus dem Verbrenner aus

Mit den verbesserten Batterien und der Einführung neuer Elektroautos will Toyota seinen weltweiten Absatz deutlich ausbauen. Spätestens 2035 werden ausschließlich emissionsfreie Toyota-Pkw in Westeuropa abgesetzt. Voraussetzung ist laut Toyota allerdings der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur für das Aufladen von Elektroautos und das Betanken wasserstoffbetriebener Modelle. Lexus will schon 2030 zum reinen Elektro-Anbieter in Europa werden.