Versorgung im ländlichen Raum: Taxiverband MV schlägt Alarm

Unzureichende Finanzierung von Krankenfahrten gefährdet die Mobilität von hilfsbedürftigen Menschen. Politik und Verband wollen im Dialog Lösungen entwickeln.

Von links: IHK-Präsident Krister Henninge, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Guido Sembach, Vorsitzender des Landesverbands für das Taxi- und Mietwagengewerbe MV. | Foto: Landesverband für das Taxi- und Mietwagengewerbe MV
Von links: IHK-Präsident Krister Henninge, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Guido Sembach, Vorsitzender des Landesverbands für das Taxi- und Mietwagengewerbe MV. | Foto: Landesverband für das Taxi- und Mietwagengewerbe MV

Beim Wirtschaftsempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) Neubrandenburg hat Guido Sembach, Vorsitzender des Landesverbands Taxi und Mietwagen Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied der IHK-Vollversammlung, die aktuelle Situation des Gewerbes in den Mittelpunkt gestellt.

Kritik an Regulierung und Finanzierung

In seiner Rede warnte Sembach vor den Folgen einer zunehmenden Überregulierung und einer fehlenden Wettbewerbsgleichheit. Viele Taxi- und Mietwagenunternehmen im Land seien dadurch in ihrer Existenz bedroht. Ein weiteres Problem betreffe die unzureichende Finanzierung von Krankenfahrten. Diese Entwicklung gefährde die Versorgung älterer, kranker und hilfsbedürftiger Menschen, insbesondere im ländlichen Raum.

Gespräch mit Ministerpräsidentin Schwesig

Am Rande der Veranstaltung führte Guido Sembach ein bilaterales Gespräch mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Themen waren unter anderem mögliche regulatorische Entlastungen für das Gewerbe sowie die strukturellen Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Krankenfahrten.

Fortsetzung des Dialogs geplant

Beide Seiten vereinbarten, den Austausch fortzuführen. Ziel ist es, konkrete Lösungsansätze zur Stabilisierung des Taxi- und Mietwagensektors in Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln.

„Für unseren Landesverband und die vielen engagierten Unternehmerinnen und Unternehmer in Mecklenburg-Vorpommern ist dieses Treffen ein wichtiges Signal“, so Sembach. „Wir brauchen Sichtbarkeit und politische Unterstützung – für ein faires Wettbewerbsumfeld und eine sichere Versorgung der Bevölkerung.“

Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverband Taxi und Mietwagen: „Unser Mitglied im Norden macht deutlich: Das klare Benennen der Probleme und der konstruktive Dialog mit der Politik schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Es ist unsere Aufgabe als Gewerbevertreter mit großer Hartnäckigkeit stoischer Beharrlichkeit die Themen der Unternehmerinnen und Unternehmer in die Politik zu tragen und dann gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.“

(Quelle: Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V.)

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