RETTmobil brachte Rolli-Neuheiten im Detail

Mangels neuer Basisfahrzeuge für Rollstuhl-Taxis beschränkte sich das Angebot der „Blaulichtmesse“ im Wesentlichen auf neue Details rund um die Rollstuhl-Sicherung.

Florian Nusser zeigt mit der Schnierle-Box für den Radkasten-Überbau, wie man die lästigen Radkästen von Transportern intelligent nutzen kann. (Foto: Dietmar Fund)
Florian Nusser zeigt mit der Schnierle-Box für den Radkasten-Überbau, wie man die lästigen Radkästen von Transportern intelligent nutzen kann. (Foto: Dietmar Fund)

Vom 11. bis zum 13. Mai 2016 waren in Fulda für Besucher aus dem mobilen Gewerbe vor allem neue Bausteine von Rollstuhl-Taxis interessant. Der Umrüster Activa aus Borken beispielsweise präsentierte im VW Caddy Maxi 4 eine seitlich ausschwenkbare Kopf- und Nackenstütze von Schnierle. Sie wird auf Schienen oberhalb des linken hinteren Radkastens angebracht und soll eine preiswertere Alternative zum „Future Safe“-System von AMF-Bruns sein.

Der Apener Umrüstbetrieb wiederum zeigte eine neue Verankerungs-Alternative für sein Future-Safe-System in einem Ford Transit. Es wird in diesem Fall auf Schienen angebracht, die mit der Seitenwand verschraubt werden. In einem Mercedes-Benz Sprinter sollen die Schienen bis auf ihr Lochraster hinter der Seitenwandverkleidung verschwinden, was im rustikaleren Ford nicht geht.

Die zweite Neuheit bei AMF-Bruns waren Dreh-/Klappsitze für den VW Caddy Maxi 4. Sie wurden bisher nur im Ford Grand Tourneo aus der Not heraus verbaut, weil bei dem die serienmäßige dritte Sitzreihe nach dem Einbau eines Heckausschnittes nicht mehr nutzbar wäre. Beim VW Caddy Maxi hingegen ist die Bank nutzbar, aber die nicht ganz billigen Schwenksitze machen das Fahrzeug flexibler, weil man sie immer dabei hat. Die Bank dagegen muss man für die Beförderung eines Rollstuhlfahrers erst ausbauen und irgendwo deponieren.

Der vornehmlich als Sitzhersteller bekannt gewordene Hermann Schnierle bietet jetzt eine Radkasten-Konsole an, die über die seitlichen Radkästen gestülpt und mit dem Serienboden von Transportern verschraubt wird. Obenauf befindet sich eine Verankerungsleiste für einen längs verschiebbaren, seitlich herausschwenkbaren Sitz mit integriertem Dreipunktgurt. Seine Sitzfläche klappt man platzsparend nach oben weg und den ganzen Sitz dann zur Wand hin, wenn man ihn nicht braucht. Diese Lösung soll Transporter ohne Systemboden zu flexiblen Rollstuhl-Fahrzeugen machen.

Diese und weitere neue Detaillösungen stellt taxi heute ausführlich im Messe-Nachbericht vor, der in der Ausgabe 6-7/2016 erscheint. Eine Bildergalerie zur RETTmobil 2016 hat taxi heute auch zusammengestellt.
 

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