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Pkw-IAA 2019: Auch deutsche Marken sind elektrisiert

Modelle mit Hybridantrieben und Plug-in-Hybriden sind auf der IAA selbst bei den deutschen Herstellern zu sehen, die darum lange einen Bogen gemacht haben.

Der Ford Kuga Plug-in-Hybrid (Foto) zeigt ebenso wie der Opel Grandland X Hybrid 4, dass ein Plug-in-Hybrid einen voll nutzbaren Laderaum haben kann. Den Kuga wird es auch als normalen Hybriden geben. (Foto: Dietmar Fund)
Der Ford Kuga Plug-in-Hybrid (Foto) zeigt ebenso wie der Opel Grandland X Hybrid 4, dass ein Plug-in-Hybrid einen voll nutzbaren Laderaum haben kann. Den Kuga wird es auch als normalen Hybriden geben. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Nachdem Toyota schon seit mehr als einem Jahrzehnt Erfahrungen mit Hybridantrieben gesammelt hat, haben sich nun auch die deutschen Hersteller dazu aufgerafft, ihre Antriebsstränge zu elektrisieren und damit ein Quäntchen sparsamer zu machen. Das zeigt die diesjährige IAA, auf der als Neuheiten die Mercedes-Modelle B 250 e und GLC 300 e, der Opel Grandland X Hybrid 4, der Ford Kuga Plug-in Hybrid und der Skoda Superb Combi iV präsentiert werden, flankiert vom CR-V Hybrid des einzigen in Frankfurt vertretenen japanischen Herstellers Honda. Der war das einzige Modell ohne „Steckdose“, während alle anderen Plug-in-Hybriden sind.

Im Plug-in-Hybriden B 250 e, der auf einem Benziner basiert, bringt Mercedes-Benz die Akkus unter dem Kofferraumboden und der Rücksitzbank so unter, dass kein sichtbarer Kofferraumverlust zu beklagen ist. Beim höhergelegten C-Klasse-Kombi-SUV-Verschnitt GLC 300 e 4 MATIC dagegen ragt der Laderaumboden um gut acht Zentimeter in die Höhe. Immerhin bietet der ebenfalls auf einem Benziner basierende Plug-in-Hybrid noch eine ebene Ladefläche. Dadurch wäre er besser nutzbar als im T-Modell E 300 de, dem auf einem Dieselmotor basierenden Plug-in-Hybriden der E-Klasse, der als Taxi bestellbar ist.

Innenraumverluste vermeiden dagegen Opel mit dem Grandland X Hybrid 4 und Ford mit seinem Kuga Plug-in Hybrid. Beim Kölner Kompakt-SUV lässt sich sogar die Rücksitzbank nach wie vor verschieben. Die Lehne der Kuga-Rücksitzbank ist wie beim Grandland X asymmetrisch geteilt klappbar, der Laderaumboden topfeben, während sich beim Opel der Laderaumboden nach der Ladekante um rund sieben Zentimeter absenkt. Ebenfalls ohne Innenraumverlust und mit ebenem Kofferraumboden realisiert Skoda seinen Plug-in-Hybriden Superb Combi iV, der offensichtlich den Antrieb des VW Passat GTE bekommen hat.

All diesen Plug-in-Hybriden ist eines gemeinsam: Hinter ihren Ladeklappen steckt nur ein Anschluss für das Aufladen an Wallboxen und eine Schnellladung ist damit nicht vorgesehen. Das mag zum Einsatz in Pendlerautos passen, die die wichtigste Zielgruppe solcher Antriebe sind. Es beschränkt einen Einsatz im Taxi- und Mietwagengewerbe allerdings auf Betriebe vornehmlich auf dem Land, in denen weitgehende Nachtruhe herrscht und im Gegensatz zum großstädtischen Drei-Schicht-Betrieb Zeit zum Laden bleibt.

Solche Sorgen hätte ein Taxi- oder Mietwagenunternehmer mit dem geräumigen Honda CR-V Hybrid nicht. Er ist ein normaler Hybrid und folgt demselben Prinzip wie Toyota mit einem stufenlos variablen Automatikgetriebe – ein Prinzip, das Ford nach dem Mondeo Hybrid auch im Ford Kuga Plug-in-Hybrid nutzt. Den soll es übrigens auch mit einem normalen Hybridantrieb geben, der ihn als Taxi oder Mietwagen flexibel einsetzbar machen wird.

Für alle genannten Modelle übrigens sind bislang noch keine Taxi-Pläne bekannt. In Trubel der Pressetage waren die Taxi-Ansprechpartner nicht vertreten, aber taxi heute wird sie noch dazu befragen.

Genauere Angaben zu den Leistungsdaten der genannten Modelle und weitere Informationen bekommen Sie im IAA-Nachbericht in taxi heute 11/2019.

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