Neue E-Auto-Förderung: Portal ist online - Minister hofft auf E-Boost
Das Portal für das neue E-Auto-Förderprogramm für Privatpersonen ist offiziell freigeschaltet worden: Wer sein Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride sowie Elektroautos mit Reichweitenverlängerer ab dem 1.1.2026 neu zugelassen hat oder zulässt und unter bestimmten Einkommensgrenzen liegt, kann ab sofort eine Förderung von bis zu 6000 Euro beantragen, vermeldet das Bundesumweltministerium. Die Förderhöhe unterscheidet sich je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße. Förderfähig sind sowohl der Kauf als auch das Leasing von Neuwagen. Die vorhandenen Mittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen für geschätzt 800.000 geförderte Fahrzeuge im Zeitraum von 2026 bis 2029.
Bundesumweltminister Carsten Schneider sieht trotz einiger Verzögerung den "Zeitplan eingehalten". Ab jetzt können die Zuschüsse fließen, und zwar gestaffelt nach Einkommen, Familiengröße und Fahrzeug. Man tue mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt, für die Autoindustrie und für die Haushalte, die sich sonst kein Elektroauto leisten könnten, findet Schneider. Das sei angesichts der geopolitischen Lage wichtiger denn je.
"Denn die aktuelle fossile Krise ist längst nicht vorbei und könnte jederzeit wiederkommen. Elektromobilität ist unsere Chance, unabhängig zu werden von teurem Diesel und Benzin. Die Bedingungen dafür sind günstiger als je zuvor: Die Reichweiten der E-Autos werden besser, es gibt immer mehr Lademöglichkeiten und die Hersteller bieten endlich auch mehr Kleinwagen an. Außerdem spricht sich rum, dass Elektroauto-Fahren einfach Spaß macht. Elektromobilität kommt jetzt in der breiten Bevölkerung an. Unser Förderprogramm gibt dafür den nötigen Schub", erklärt der Minister.
BAFA-Präsidentin Dr. Mandy Pastohr ergänzt, mit der neuen E-Auto-Förderung stehe ein vollständig digitaler Antragsweg zur Verfügung. Der Online-Antrag führt Schritt für Schritt durch das Verfahren, von den Angaben zum Fahrzeug und Haushalt bis zum Upload der erforderlichen Nachweise.
"Das BAFA ist auf den Start vorbereitet und unterstützt Antragstellende bei Fragen mit einer Hotline und verständlichen Informationen auf unserer Webseite. So verbinden wir digitale Verwaltung mit einem klaren Serviceversprechen: Die Förderung soll für die Bürgerinnen und Bürger verständlich und gut erreichbar sein", verspricht die Bafa-Chefin.
Das Förderprogramm wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) umgesetzt, das Antragsverfahren läuft dabei vollkommen digital ab und ist über das Portal der Förderzentrale Deutschland zu erreichen. Hier können Privatpersonen, die sich für den Umstieg auf ein neues E-Auto oder ein Auto mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb entschieden haben, je nach Einkommen, Familiengröße und Fahrzeug eine Förderung zwischen 1.500 und 6.000 Euro beantragen.
Für die Antragstellung wird eine BundID benötigt – der zentrale Zugang zu staatlichen Online-Diensten, der eine sichere und eindeutige digitale Identifikation ermöglicht und den Zugang zu immer mehr Verwaltungsleistungen des Bundes erleichtert. Die BundID kann mit dem elektronischen Personalausweis oder alternativ mit einem ELSTER-Zertifikat eingerichtet werden. Das vollständig digitale Verfahren soll die Antragstellung einfacher, schneller und bürokratieärmer machen, so die Hoffnung. Wichtige Angaben können automatisiert und papierlos über die digitale Schnittstelle zum Kraftfahrt-Bundesamt geprüft werden. Im Förderportal selbst müssen lediglich die aktuellen Einkommensteuerbescheide, bei Familien mit Kindern zusätzlich ein aktueller Kindergeldnachweis sowie bei Plug-in-Hybriden die EU-Konformitätsbescheinigung hochgeladen werden.
Die Förderung gilt rückwirkend für Neuzulassungen ab dem 1.1.2026, um "Attentismus", sprich Abwarten, zum Jahresbeginn zu vermeiden, wie das Ministerium begründet. Die Zulassungszahlen der letzten Monate würden, dass das gelungen ist. Zwischen Januar und April dieses Jahres wurden rund 224.000 reine Elektroautos neu zugelassen – das ist mit 23,6 Prozent fast jeder vierte Neuwagen, ein neuer Rekord.
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