Toyotas Mehrzweck-Taxi kommt von PSA

Auch die Japaner haben jetzt einen Hochdach-Kombi mit zwei Längen und bis zu sieben Sitzen.

Der Proace City Verso unterscheidet sich äußerlich nur durch den Bug und die Typenbezeichnung am Heck. Ab dem „Shuttle“ sind zwei Schiebetüren an Bord. (Foto: Dietmar Fund)
Der Proace City Verso unterscheidet sich äußerlich nur durch den Bug und die Typenbezeichnung am Heck. Ab dem „Shuttle“ sind zwei Schiebetüren an Bord. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Seit der lange zurückliegenden Eigenentwicklung namens Hiace pflegt Toyota bei Transportern eine Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern. Schon in der Bulli- und Vito-Klasse dockten die Japaner ihren Proace Verso an, dem nun mit dem Proace City Verso ein Kasten-Kombi folgt. Er ist mit dem Citroen Berlingo, dem Opel Combo und dem Peugeot Rifter eng verwandt.

Toyota übernimmt so ziemlich alles aus dem französischen Baukasten bis auf das für Peugeot typische Lenkrad und auf den Allradantrieb von Dangel, für den Toyota Deutschland noch keine Pläne hat. So ähnelt der Proace City Verso außen und innen ziemlich stark dem Opel Combo.

Der Franko-Japaner ist wie der große Wettbewerber VW Caddy mit zwei Radständen erhältlich, die beide mit fünf oder sieben Sitzen zu haben sind. Die zweite Sitzreihe kann entweder aus drei Einzelsitzen oder aus einer Bank bestehen, die im Verhältnis 60:40 klappbar ist. Beide können ebenso wie der Beifahrersitz so geklappt werden, dass eine ebene Ladefläche entsteht. Die dritte Sitzreihe besteht aus zwei falt- und herausnehmbaren Einzelsitzen.

Toyota sortiert die Pkw-Varianten in vier Ausstattungslinien namens Combi, Shuttle, Team D und Executive und erwartet von den beiden letzten Bestellquoten von 53 beziehungsweise 22 Prozent Bestellanteil. Als Taxi sieht Toyota den Shuttle.

Die für den Taxi-Einsatz wohl wichtigste Antriebsvariante ist der 1,5-l-Diesel mit 96 kW/130 PS in Verbindung mit einer weich schaltenden Achtgang-Wandlerautomatik. Den Vierzylinder gibt es in dieser Kombination beim langen Radstand auch im Shuttle, beim kurzen Radstand aber erst ab der Variante Team D. Die Sechsgang-Handschaltung zeigte sich bei ersten kurzen städtischen Testfahrten als etwas hakelig. Wer mit einem kurzen Radstand und einem Fünfgang-Schaltgetriebe auskommt und die Top-Ausstattung Executive nicht braucht, kann den 1,5-l-Diesel auch mit nur 75 kW/102 PS bestellen.

Die Preise hat Toyota inzwischen nachgereicht. Die Kombination von Diesel und Automatik ist beim kurzen Radstand L1 ab der Ausstattungsstufe „Team Deutschland“ bestellbar und kostet so 26.782 Euro (Preise ohne MwSt.). Mit dem langen Radstand L2 kann man bei dieser Motor-Getriebe-Kombination schon ab der „Shuttle“-Ausstattung für 24.773 Euro einsteigen.

Bekanntgegeben wurde auch, dass für die Dieselvarianten Wartungsintervalle von 40.000 Kilometern gelten. Dass Toyota eine Neuwagengarantie von drei Jahren gibt, wird für das mobile Gewerbe wegen der Begrenzung auf 100.000 Kilometer wohl keinen Unterschied zu den französischen Varianten ausmachen.

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