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Taxi-Butler fährt jetzt Bus

Autobus Oberbayern spart sich in seinem Lufthansa-Airport-Express mit dem Taxi-Rufknopf umständliche Funk- und Telefonkontakte, wenn Fahrgäste an einem Zwischenhalt mit dem Taxi weiterfahren wollen.

Matthias Fay (v.l.) und Nico Schoenecker von Autobus Oberbayern finden, dass der Taxi-Butler von Peter Moen die Taxi-Bestellung für die „letzte Meile“ stark vereinfacht.
Matthias Fay (v.l.) und Nico Schoenecker von Autobus Oberbayern finden, dass der Taxi-Butler von Peter Moen die Taxi-Bestellung für die „letzte Meile“ stark vereinfacht.
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Dietmar Fund

Das Münchner Busunternehmen Autobus Oberbayern hat nach einem Probelauf in zwei Bussen jetzt alle zwölf Reisebusse seiner Lufthansa-Airport-Expresslinie vom Münchner Flughafen zum Bahnhof mit dem Taxi-Rufgerät Taxi Butler ausgestattet. Auf diese Idee war der für diese Linie zuständige Produktmanager Matthias Fay gekommen, nachdem er das Gerät in einem Hotel gesehen hatte.

In der Werkstatt des Unternehmens wurden die Geräte je nach Bustyp mit Klettband und Schrauben in Sichtweite des Busfahrers befestigt. Bei aktuellen Modellen werden sie über einen USB-Anschluss mit Strom versorgt, bei älteren über einen Adapter über das Bordnetz. Den Taxi-Ruf speisen sie über das Handy-Netz in das automatische Vermittlungssystem der Taxizentrale ein, was dort das Personal entlastet.

Die Fahrer rufen wenige Minuten vor ihrer Ankunft an der Haltestelle München-Schwabing per Tastendruck so viele Taxis wie ihre Fahrgäste benötigen, um von dort die letzte Strecke bis zu ihrem Ziel zurückzulegen. Zuvor hatten sie diese Wünsche per Betriebsfunk an die Telefonzentrale weitergegeben. Die nahm über eine Tastenkombination mit der Taxi München eG Kontakt auf und musste ab dem vierten Taxi mit ihr telefonieren. Wegen Funklöchern und Telefon-Warteschleifen gestaltete sich dies immer schwieriger, vor allem seit der Linien-Takt 2016 von 20 auf 15 Minuten verdichtet wurde.

Das Busunternehmen bekommt die Taxi-Butler, die mit denen für Hotels, Firmen und Arztpraxen identisch sind, von der Taxi München eG gestellt. Niko Schoenecker, Geschäftsführer von Autobus Oberbayern, freut sich jetzt über die seiner Einschätzung nach für alle Beteiligten erfreulich simple Regelung.

Der deutsche Vertreter von Taxi Butler, Peter Moen, hatte es in diesem Fall mit einer Anbindung an das Vermittlungssystem von GeFoS zu tun. Seine Geräte könnten aber auch mit den Systemen von Seibt & Straub, taxi.de, SuE und MPC-Software zusammenwirken und international mit mehr als 60 Softwarepartnern. Nur fms Austrosoft gehöre nicht dazu, erklärte Moen.

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