Elektrotaxis: Schnelles Laden braucht schnellere Verfahren

Als Reaktion auf den Masterplan Ladeinfrastruktur II des Bundeskabinettes fordert der Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. schnellere Genehmigungsverfahren anstelle der Formulierung neuer Ausbauziele.

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. fordert eine Beschleunigung der Planungsverfahren für Ladeinfrastruktur aller Art. (Foto: Dietmar Fund)
Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. fordert eine Beschleunigung der Planungsverfahren für Ladeinfrastruktur aller Art. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Die ehrgeizigen Ausbauziele, die das Bundeskabinett mit seinem Masterplan Ladeinfrastruktur II formuliert hat, sind nur zu erreichen, wenn die zahlreichen Hürden beim Aufbau von Ladeinfrastruktur auf bundes-, landes- und kommunaler Ebene abgebaut werden. Das erklärte der Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. (en2X) am 19. Oktober 2022 als Reaktion auf die Veröffentlichung des Masterplans.

Der Verband wehrt sich gegen das nach seinen Angaben im Masterplan stehende Ausbauziel, dass bis Ende 2022 schon 25 Prozent der Tankstellen mindestens einen Schnellladepunkt mit mehr als 150 kW Leistung haben sollten. Ende 2024 sollten es 50 Prozent sein und Ende 2026 sogar 75 Prozent. Diese Zeile seien sehr überraschend gekommen, schreibt Arian Willig, Hauptgeschäftsführer des ex2X. Die Mineralölbranche baue bereits auf eigene Initiative die Ladeinfrastruktur umfangreich aus, und zwar nicht nur an Tankstellen, sondern auch auf Parkplätzen von Einkaufszentren, bei Arbeitgebern und bei Kunden zuhause.

Viel wichtiger, als einfach immer höhere Ziele zu formulieren, sei es, die konkrete Umsetzung zu beschleunigen.

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