Die Bahn googelt
Der Dienst nennt sich Google Transit und bietet Nutzern, die bei Google Maps eine Streckenverbindung eingeben, eine Routenbeschreibung per Autobahn, aber auch per Bahn. Damit lässt sich die Fahrtdauer unmittelbar miteinander vergleichen. Wer sich dann für die Bahn entscheidet, wird mit einem weiteren Klick sofort in die Buchungsmaske der Bahn geleitet. Die zuvor eingegeben Streckenziele werden automatisch übernommen.
Bislang funktioniert die Zugauskunft nur bei Fernverkehrsverbindungen. Später sollen dann noch die Nahverkehrsverbindungen folgen.
Mit dieser Zusammenarbeit verstärkt die Bahn ihr Anliegen, ihre Angebote stärker auf Fremdseiten darzustellen. Das Ziel sei ein Vertrieb über alle Kanäle hinweg, berichtet beispielswiese das Online-Portal „Meedia“. Bis 2020 wolle man die Hälfte des Umsatzes über den Verkauf im Internet und auf mobilen Geräten erzielen, zitiert das Nachrichtenmagazin „Stern“ einen Bahnsprecher.
Trotz des enormen Nutzens der Kooperation wird die Bahn für die über Google Transit gebuchten Fahrkarten keine Vermittlungsgebühr an den Internet-Konzern bezahlen. Google plant offenbar eine Refinanzierung über Werbung.
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