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Sommerreifen auf hohem Niveau

Es ist wieder Zeit, die Winterreifen in den Sommerschlaf zu schicken. Worauf ist beim Wechsel auf Sommerreifen zu achten und wie heißen die Besten?
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Redaktion (allg.)

Nach einem Winter, der gefühlt gar keiner war, steht wieder der Wechsel auf Sommerreifen an. Hier gilt es zunächst einmal zu klären, ob die alten „Schlappen“ noch mal montiert werden können oder durch neue Gummis ersetzt werden müssen. Die Regeln für das Profil dürften bekannt sein: 1,6 Millimeter Tiefe sind gesetzlich vorgeschrieben, empfehlenswert sind drei bis vier Millimeter gerade für Taxiunternehmer, die ihr Geld damit verdienen, Menschen sicher ans Ziel zu befördern. Mit einer Ein-Euro-Münze lässt sich am einfachsten feststellen, ob die Pneus noch über genügend Tiefe verfügen. Verschwindet der Goldrand komplett im Profil, ist alles bestens.

Neben dem Check der Profiltiefe sollten gebrauchte Sommerreifen vor der Montage auf Beschädigungen überprüft werden. Sind die Lauffläche und die Flanken unversehrt? Unregelmäßig abgenutzte Reifen deuten auf defekte Stoßdämpfer, eine falsche Fahrwerksgeometrie, zu niedrigen Fülldruck oder eine Unwucht der Reifen hin.

Bei der Montage gebrauchter Reifen ist darauf zu achten, dass die mit dem besseren Profil auf die Hinterräder montiert werden, die für die Seitenführung zuständig sind – unabhängig davon, ob das Taxi über Vorder- oder Hinterradantrieb verfügt. Beim Tausch von hinten nach vorne sollten die Reifen niemals von links nach rechts oder umgekehrt montiert werden. So ist gewährleistet, dass laufrichtungsgebundene Reifen immer auf der richtigen Seite aufgezogen bleiben. Durch das Tauschen werden die Reifen gleichmäßiger abgenutzt und man kann bei Bedarf alle vier auf einmal ersetzen.

Wer neue Reifen benötigt, ist gut beraten, sich an den Tests der Fachzeitschriften und Prüforganisationen zu orientieren. Bei den aktuellen Untersuchungen, die der Auto Club Europa (ACE) mit der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) durchgeführt hat, fanden die Prüfer viel gutes Material vor. „Schwarze Schafe“ waren nicht dabei, alle Gummis in der gängigen Sommerreifen-Größe 225/45 R17 erhielten mindestens das Urteil „empfehlenswert“. Dennoch lohnt es sich, genauer hinzusehen und nicht nur das Gesamtergebnis, sondern auch die Einzeldisziplinen unter die Lupe zu nehmen.

Spritverbrauch und Rollgeräusche spielen im Taxigewerbe bekanntermaßen eine wichtige Rolle. Bei diesen unter Rubrik Umwelt/Wirtschaftlichkeit subsummierten Eigenschaften schnitt in den aktuellen Tests nämlich nicht der Gesamt-Testsieger am besten ab, sondern der Barum Barvuris 3 HM. Der Pneu ist im Vierer-Satz mit durchschnittlich 406 Euro zudem noch 150 Euro günstiger als der Continental SportContact 5, der über alle Disziplinen hinweg am besten bewertet wurde, aber im Schnitt mit 556 Euro pro Satz zu Buche schlägt.

Barum gehört übrigens zum Continental-Konzern, der ja wiederum schon seit einigen Jahren über Daimler ein spezielles Produkt für Taxiunternehmer vertreibt: Der Taxat soll speziell für den Einsatz im harten Taxi-Alltag konzipiert sein und sich durch einen besonders geringen Rollwiderstand auszeichnen. Darüber hinaus soll der Taxat auf besondere Langlebigkeit ausgerichtet sein.

Unabhängig vom Produkt tragen Taxiunternehmer und ihre Fahrer selbst entscheidend dazu bei, die Verbrauchswerte niedrig zu halten. Die regelmäßige Kontrolle des Luftdrucks ist das A und O des wirtschaftlichen Taxibetriebs und sollte keinesfalls vernachlässigt werden.

Das Thema Sicherheit  muss bei der Reifenwahl selbstredend auch eine sehr wichtige Rolle spielen. Damit noch einmal zurück zu den aktuellen Reifentests: Die Bremseigenschaften der Testkandidaten konnten sich allesamt sehen lassen, doch bei einer Vollbremsung aus Tempo 100 lagen zwischen dem besten und dem schlechtesten Pneu in dieser Disziplin auf trockenem Asphalt immerhin fünf Meter, die im Ernstfall zwischen bloßem Schrecken und einem Auffahrunfall entscheiden können. Wenig erstaunlich ist, dass die Reifen, die auf trockener Straße gut verzögerten, auch bei Nässe die kürzesten Bremswege erzielten. Der Gesamtsieger Continental SportContact 5 bewältigte das Bremsen auf trockenem wie auch auf nassem Untergrund übrigens am besten.

Wer sich nach dem Wälzen der Testberichte auf einen Sommerreifen eines bestimmten Herstellers festgelegt hat, sollte vor dem Kauf noch einen Blick ins Internet werfen und über die Suchmaschine seines Vertrauens nach aktuellen Angeboten suchen. Hier lässt sich mitunter einiges an Geld sparen, da die Verkaufspreise erfahrungsgemäß täglich geändert werden.

Damit man sich im Dschungel der Internet-Angebote nicht verläuft, bieten unabhängige und auf Reifen spezialisierte Vergleichsportale wie zum Beispiel reifentrends.de einen wertvollen Anhaltspunkt. Hier kann man sich entweder über die Reifengröße alle aktuellen Modelle anzeigen lassen oder gezielt nach einem speziellen Pneu (wie zum Beispiel dem Testsieger der aktuellen Saison) suchen und die Preise vergleichen.

Sind die neuen Pneus eingetroffen, geht es an die Montage. Wer das lieber erledigen lässt, sollte ebenfalls die Augen offen halten. Während manche Werkstätten hierfür gerne mal 100 Euro berechnen, gibt es durchaus auch Anbieter, die einen Wechsel aller vier Reifen inklusive Auswuchten für 30 Euro und weniger erledigen. Gerne bieten die Händler wie auch die Autohäuser an, die Winterreifen einzulagern, weil sie so sicher sein können, dass der Kunde wiederkommt. Außerdem hoffen sie auf Folgegeschäfte an Bremsen und Radaufhängungen.

Für die Lagerung zu Hause oder am Betriebssitz sollten Taxiunternehmer ihren Reifen ein möglichst dunkles, kühles und schmutzfreies Plätzchen gönnen. Um dem schleichenden Druckverlust vorzubeugen, empfehlen Experten, die Pneus vorher noch mit etwa 0,5 bar mehr Luft zu befüllen, als es die Herstellervorgabe besagt. Kompletträder sollten übereinander gestapelt oder auf einem so genannten Felgenbaum gelagert werden, Reifen ohne Felgen wiederum auf der Lauffläche stehen und während der Einlagerung immer wieder ein Stück gedreht werden, um Verformungen zu vermeiden. Denn der nächste Winter kommt bestimmt.

(sk)
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