Taxi-Konkurrenz CleverShuttle kommt nach Dresden zurück

Nach dem Ende des eigenen Service 2020 arbeitet die Bahn-Tochter jetzt im Auftrag der Dresdner Verkehrsbetriebe, deren Linien ein On-Demand-System ergänzen soll.

Solche heute im Auftrag der Verkehrsbetriebe fahrenden Elektro-Shuttles hat CleverShuttle bis 2020 in Dresden in Eigenregie eingesetzt. (Foto: CleverShuttle)
Solche heute im Auftrag der Verkehrsbetriebe fahrenden Elektro-Shuttles hat CleverShuttle bis 2020 in Dresden in Eigenregie eingesetzt. (Foto: CleverShuttle)
Dietmar Fund

Im Auftrag der Dresdner Verkehrsbetriebe wickelt die Bahn-Tochter CleverShuttle seit dem 8. Juni 2022 einen On-Demand-Verkehr namens MOBIshuttle ab. Fünf elektrisch angetriebene Nissan e-NV200 Evalia, von denen zwei einen Heckeinstieg für Rollstuhlfahrende haben, bedienen zunächst die nördlichen Stadtteile Neustadt, Pieschen und Klotzsche und ab 2023 auch Weixdorf. Geladen werden sie am Betriebssitz in Neustadt.

CleverShuttle steuert als Betreiber die Beschaffung der Fahrzeuge, deren Einsatzplanung und das Management des Fahrpersonals. Über eine Software von VIA sollen die Fahrten „dynamisch bepreist“ werden. Der Preis wird am günstigsten, wenn es auf der gewählten Strecke keine Bus- oder Bahnverbindung gibt. Sobald parallel zu Bussen oder Bahnen gefahren wird, verteuert sich der Service, weil der On-Demand-Dienst eine Ergänzung zu Bussen und Bahnen sein soll.

Bestellen kann man die Fahrten aktuell nur über eine App, ab September aber auch telefonisch. Bezahlt wird bargeldlos in der App über eine Kreditkarte, per Sofortüberweisung oder über den Bezahldienst PayPal. Gefahren wird täglich zwischen 4 Uhr morgens und 1 Uhr in der Nacht und an Wochenenden durchgängig.

CleverShuttle hat für den MOBIshuttle 25 Voll- und Teilzeitkräfte eingestellt. Das System soll zunächst bis 2024 erprobt werden. Eine Ausweitung der Flotte auf 15 Elektrofahrzeuge ist bis 2024 geplant.

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