Rollitaxi-Umrüster Tribus nimmt Testzentrum in Betrieb

Die Niederländer führen jetzt statische Zugversuche vor Ort durch, was die Entwicklung beschleunigen und die Qualität weiter verbessern soll.

Im neuen Testzentrum von Tribus werden neue Bauteile statisch bei Zugversuchen getestet. Solche Tests müssen viele Rollitaxi-Umrüster bei Externen durchführen lassen, was die Entwicklung verkompliziert und die Entwicklungszeit verlängert. (Foto: Tribus)
Im neuen Testzentrum von Tribus werden neue Bauteile statisch bei Zugversuchen getestet. Solche Tests müssen viele Rollitaxi-Umrüster bei Externen durchführen lassen, was die Entwicklung verkompliziert und die Entwicklungszeit verlängert. (Foto: Tribus)
Dietmar Fund

Der niederländische Fahrzeugbauer Tribus, der hierzulande vor allen Dingen über seine Rollstuhlfahrzeuge mit Systemböden bekannt geworden ist, hat Ende November 2021 ein eigenes Testzentrum in Betrieb genommen. Installiert wurde dort eine eigene Prüfmaschine für statische Zugversuche. Mit ihr können die Entwickler neue Komponenten testen und Erkenntnisse über deren Stabilität gewinnen, bevor der TÜV Rheinland das fertig entwickelte Produkt unter die Lupe nimmt.

Laut Tribus lassen sich durch einen strukturierten Testprozess Mängel schon in einem frühen Stadium entdecken. So ließen sich die Widerstandsfähigkeit der Werkstoffe, deren Qualität und deren Lebensdauer stetig verbessern. Die frühzeitige Erkennung von Mängeln senke auch die Entwicklungskosten. Letzten Endes, so hoffen die Niederländer, könnten die Selbstkosten und damit auch der Verkaufspreis sinken.

Offenbar möchte Tribus sein Testzentrum auch Externen zur Nutzung anbieten. Ähnlich geht auch der deutsche Wettbewerber AMF-Bruns vor, der allerdings sein im Frühjahr 2021 eröffnetes Testzentrum als eigenständiges Unternehmen konzipiert und es gleich mit einer Prüfbahn für dynamische Tests ausgestattet hat (taxi heute berichtete).

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