LTV-Präsident Schuchert übt Politikerschelte

Bei der Mitgliederversammlung ging Christoph Schuchert mit dem Bundesarbeitsministerium hart ins Gericht.
LTV-Präsident Christoph Schuchert nahm kein Blatt vor dem Mund. (Foto: Dietmar Fund)
LTV-Präsident Christoph Schuchert nahm kein Blatt vor dem Mund. (Foto: Dietmar Fund)

Das Bundesarbeitsministerium hülle sich seit über einem Jahr in Schweigen, wenn es um die Beantwortung von Anfragen des LTV zu den mit dem Mindestlohn verbundenen Aufzeichnungspflichten und zur Auftraggeberhaftung gehe. Zu einem aktuellen Vorstoß der CDU, die Dokumentationspflichten kurzfristig aus dem Gesetz zu streichen, nehme das Ministerium ebenfalls keine Stellung. Das kritisierte Christoph Schuchert, der Präsident des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV), bei der 25. Jahreshauptversammlung des Verbandes. Sie fand am 25. April 2015 in Weimar-Legefeld statt.

Wörtlich sagte Schuchert: „Offensichtlich haben diejenigen, die das Gesetz beschlossen haben und ihre Chefin Andrea Nahles keinen blassen Schimmer vom Unternehmertum.“ In der Bundesregierung hätten die Sozialpolitiker der Union und der SPD eine Übermacht. Die große Politik interessiere sich kaum für das Transportgewerbe.

In Bezug auf das Taxi- und Mietwagengewerbe, das mittlerweile viel mehr Mitglieder stellt als die Transport- und Speditionsbranche, sagte Schuchert, es sei „noch nicht umfassend abzuschätzen“, wie Taxi- Kunden auf die erheblich gestiegenen Taxitarife reagierten. Es sei dem Verband recht gut gelungen, die Taxitarife anzuheben und die Konditionen für Krankenfahrten entsprechend anzupassen.

Einen Bericht über die Veranstaltung, bei der taxi heute als einzige Fachzeitschrift vertreten war, erscheint in der Ausgabe 5/2015.

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