Beispiel Schwabach: Hier hatte Anfang April ein vermeintlicher Fahrgast plötzlich eine Waffe gezogen. Dem Taxifahrer gelang die Flucht aus dem Wagen, woraufhin sich der Täter aus dem Staub machte und in ein nahe gelegenes Anwesen flüchtete. Dort konnte er wenig später festgenommen werden. Während seiner Vernehmung auf dem Polizeirevier täuschte der Mann dann gesundheitliche Probleme vor und wurde in Begleitung von Polizeibeamten in ein Krankenhaus gebracht. Dort gelang ihm die Flucht, die ihn offenbar sogar über die Landesgrenze führte. Letztlich aber ohne Erfolg – der 37-Jährige wurde in der vergangenen Woche in Italien festgenommen.
Beispiel Magdeburg: Hier hat ein 21-Jähriger im August des vergangenen Jahres zwei Taxifahrer überfallen und geringe Mengen an Bargeld erbeutet. Er wurde ebenfalls gefasst und muss sich in diesen Tagen vor dem Landgericht verantworten.
Beispiel Heiningen: Auch vor dem Ulmer Landgericht findet derzeit eine Verhandlung gegen Taxi-Räuber statt. Angeklagt sind ein 19-Jähriger und seine erst 16-jährige Freundin, die Anfang Dezember 2011 äußerst brutal vorgegangen waren. Sie hatten eine 62-jährige Taxifahrerin erst auf einen abgelegenen Parkplatz gelotst und dann mit Messerstichen schwer verletzt. Die Kollegin überlebte zum Glück, die beiden Gewalttäter wurden schnell verhaftet und stehen nun vor Gericht. Das Urteil wird in der kommenden Woche erwartet.
Beispiel Nürnberg: Hier hatte ein 22-Jähriger im Oktober 2011 einen Taxifahrer mit einem Messer verletzt. Auch er findet sich in diesen Tagen in einem Sitzungssaal wieder. Die Anklage lautet auf versuchten Mord.
Beispiel Berlin: Wieder eine Wahnsinns-Tat und wieder ohne Erfolg: Zwei aus Polen stammende Männer stiegen Ende Oktober 2011 am Hauptbahnhof in das Taxi eines 61-jährigen Kollegen und zeigten wenig später ihr wahres Gesicht: Sie zwangen den Fahrer mit Waffengewalt auf den Rücksitz und verschleppten ihn in seinem Taxi bis kurz vor die dänische Grenze, wo ihm bei einem Tankstopp die Flucht gelang. Die sofort eingeleitete Fahndung hatte Erfolg, die Täter stehen nun vor Gericht. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug.
Beispiel Sprockhövel: In der nahe Wuppertal gelegenen Stadt hat ein 23-Jähriger vor drei Wochen eine 56-jährige Taxifahrerin bei einem Überfall mit einem Teppichmesser schwer verletzt. Er hat sich vor wenigen Tagen aufgrund des Fahndungsdrucks der Polizei selbst gestellt und sitzt nun in Untersuchungshaft. Hier kann er jetzt in Ruhe darüber nachdenken, ob es richtig war, für ein paar Euro einen anderen Menschen schwer zu verletzen und sich selbst vermutlich mehrere Jahre im Gefängnis einzuhandeln.
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