Grippe am Steuer wirkt wie Alkohol

Fieber und Schnupfen haben die Wirkung von zwei Gläsern Whiskey vor Fahrantritt.

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Grippekranke fahren im Auto wie ein Angetrunkener, dies fanden Ärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS) kürzlich heraus. Nach deren Untersuchung mindert die Krankheit sowohl die Konzentration als auch das Reaktionsvermögen um etwa elf Prozent. Dies entspreche einem Blutalkoholwert von 0,5 bis 0,65 Promille oder zwei Whiskey vor Fahrantritt.

Stärker beeinträchtigt wird die Fahrtüchtigkeit durch scheinbar harmlose, nicht verschreibungspflichtige Medikamente, warnt die Apothekenkammer in Hamburg. Denn diese enthielten stimulierende Wirkstoffe, die dem Fahrer eine Fitness „vorgaukle“. Grundsätzlich gile bei jeder Art von verminderter Fahrtüchtigkeit der Grundsatz, das Auto stehen zu lassen. Dies empfehlen Experten des Goslarer Instituts in einer kürzlich ausgestrahlten Diskussionsrunde. Wenn ein benommener Fahrer einen Unfall verursache, könne er seinen Versicherungsschutz und seinen Führerschein verlieren. Ebenso drohen in diesem Fall eine Geldstrafe oder im schlimmsten Szenario eine Gefängnisstrafe.

(um)

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