EnBW gründet Tochter für Elektromobilität

Der baden-württembergische Energieversorger baut bundesweit Schnellladestationen auf und könnte damit ein wichtiger Ansprechpartner für die Betreiber von Elektrotaxis werden.

Solche Schnellladesäulen möchte das neue Tochterunternehmen künftig vermehrt aufstellen. (Foto: EnBW)
Solche Schnellladesäulen möchte das neue Tochterunternehmen künftig vermehrt aufstellen. (Foto: EnBW)
Dietmar Fund

Mit der ungewöhnlichen Rechtsform EnBW mobility+ AG & Co. KG gründet der baden-württembergische Energieversorger EnBW ein Tochterunternehmen für die Elektromobilität. Es soll zum 1. Januar 2021 die Arbeit aufnehmen.

Die 100prozentige Tochter soll sowohl die Aktivitäten für die Ladeinfrastruktur als auch die für die Elektromobilitätsangebote bündeln. Zu ihren strategischen Schwerpunkten gehört neben dem Aufbau eines bundesweiten Schnellladenetzes auch die Entwicklung digitaler Lösungen „für ein einfaches Ladeerlebnis“. Das könnten gerade Taxi- und Mietwagenunternehmer gut gebrauchen, die auch einmal in fernere Region fahren und sich derzeit noch mit der Vielfalt an Tarifen und Bezahlmöglichkeiten herumärgern müssen.

Die EnBW mobility+ kündigt an, dass sie 2021 die Anzahl ihrer bundesweiten Schnellladestationen mehr als verdoppeln und damit auf 1.000 Standorte bringen möchte. Damit stünden den Autofahrern dann rund 3.000 Ladepunkte für das Schnellladen mit Gleichstrom zur Verfügung. Aktuell seien 200 Standorte bereits im Bau, teilt das Unternehmen mit. Das eigene Schnellladenetz soll bis 2015 so ausgebaut werden, dass es mit dem Netz großer Tankstellenbetreiber vergleichbar ist.

Über den Ladeservice des Unternehmens sind bereits Ladevorgänge auch in Österreich, der Schweiz, in Frankreich, Italien und den Niederlanden abgedeckt.

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