Elektrotaxis: VW ID.7 könnte dem Passat davonstromern

Mit langem Radstand, zwei Batteriegrößen und einer versprochenen Reichweite von bis zu 700 Kilometern könnte die neue Elektrolimousine von Volkswagen dem Passat als Taxi den Rang ablaufen, sofern für sie überhaupt eine Taxi-Ausstattung entwickelt wird.

Der VW ID.7 hat serienmäßig LED-Scheinwerfer. (Foto: Volkswagen)
Der VW ID.7 hat serienmäßig LED-Scheinwerfer. (Foto: Volkswagen)
Dietmar Fund

Im Rahmen einer digitalen Weltpremiere hat Volkswagen am 17. April 2023 seine neue Elektrolimousine VW ID.7 präsentiert. Das Fließheckmodell ist 4.961 Millimeter lang und hat einen Radstand von 2.966 Millimetern, der damit in der Größenordnung des Passat einen großzügigen Innenraum bringen dürfte.

Zwischen den weit voneinander entfernt platzierten Achsen ist Platz für zwei Akkugrößen von 77 kWh oder 86 kWh (jeweils netto). Die größere solle als Variante ID.7 Pro S eine Reichweite von bis zu zirka 700 Kilometern gemessen nach dem aktuellen Messzyklus WLTP versprechen, teilen die Wolfsburger mit. Die kleinere solle immer noch für bis zu 615 Kilometer Reichweite gut sein.

Die Entwickler haben dafür an der Aeorodynamik gefeilt, wollen aber auch ihren Heckantrieb mit 210 kW/286 PS und einem zweistufigen Getriebe effizienter gemacht haben. Wer per Navi die nächste Ladestation ansteuert, landet dort mit vorkonditionierter Batterie und kann mit bis zu 200 kW laden, was die Ladeleistung verbessern und die Ladezeit verkürzen soll. Mit welcher Kapazität der On-Board-Lader für das langsamere Laden mit Wechselstrom aufwartet, hat der Hersteller noch nicht mitgeteilt.

Fahrerinnen und Fahrer haben vor sich keine klassischen Instrumente mehr, sondern bekommen die wichtigsten Anzeigen auf der Windschutzscheibe ins Augmented-Reality-Headup-Display eingespiegelt. Es soll serienmäßig sein. Die Anzeigen sind über das Multifunktionslenkrad einstellbar. Das Infotainment und das Navi laufen per 15-Zoll-Touchscreen.

Die viel fahrenden Taxifahrer und –fahrerinnen dürfen sich auf „ergoKomfort“- und ErgoPremium“-Sitze mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) freuen, die es erstmals auch mit einer Climatronic gibt. Sie soll die Temperatur und die Feuchtigkeit messen und das Sitzklima entsprechend regulieren.

Eine intelligenter gewordene Sprachsteuerung und die neuesten Fahrerassistenzsysteme sollen auch an Bord sein, wenn der in Emden gebaute ID.7 im Herbst auf den europäischen Markt kommt. Naturgemäß gibt es zu diesem frühen Zeitpunkt noch keine belastbaren Aussagen zu der Frage, ob es für das neue Modell eine Taxi- oder Mietwagen-Ausstattung ab Werk geben wird. Unklar ist auch, ob es einmal eine Kombi-Version geben wird, während es den aktuellen, vor der Ablösung stehenden Passat nur noch als Variant gibt.

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