Eine Smartphone-App, mit der man eine Leitstelle und bis zu vier weitere Adressaten auf seine persönliche Notlage hinweisen kann, hat Fritz Spiering von der faktor-n Unternehmensberatung GmbH in Rheinbach entwickelt. Er nennt sie EmmA. Das Kürzel steht für „Ereignis melden mit App“. Die App wurde für Gehörlose und Schwerhörige entwickelt und informiert die Adressaten daher schriftlich unter anderem über per GPS ermittelten Standort, bevor sie bei der Leitstelle oder Notrufzentrale anruft und das Smartphone auf Freisprechen schaltet. Möglich ist der Versand der Alarmmeldungen per Fax, E-Mail, SMS oder Skype. Weitere Wege über WhatsApp oder Twitter sind geplant. Eine App speziell für einen Taxi-Notruf ist bereits entwickelt. Die Meldungen geben Antworten auf die Fragen, die eine Leitstelle normalerweise dem Anrufer stellt.
Koppeln kann man die App mit einem Bluetooth-Knopf. Mit seiner Hilfe soll man im Umkreis von 50 Meter um das Smartphone per Klick dreistufige Warnungen abgeben können. Ein Klick bedeutet, dass etwas nicht stimmt. Der zweite Klick steht für eine etwas kritischere Einschätzung und der dritte löst einen Alarm aus. In diesem Fall wird das Telefon freigeschaltet und es werden dauerhaft GPS-Daten gesendet. Laut dem Entwickler soll es möglich sein, die Lokalität näher zu beschreiben oder in einem Mehrfamilienhaus die Etage einzugeben, in der man sich befindet.
Die App wird für jeden Nutzer einzeln programmiert und kann daher auch einige wichtige Gesundheitsdaten festhalten, die bei einer Hilfeleistung hilfreich sein könnten. Die App, die bislang nur für Android-Geräte programmiert ist, soll einmalig 82,35 Euro (Preise ohne MwSt.) kosten. Ein Upgrade zum Beispiel zur Änderung persönlicher Daten kostet 27,39 Euro.
Weitere Hinweise zu der App sind auf der Homepage von faktor-n über einen Link zu EmmA zu finden. Im Downloadbereich unterhalb dieser Meldung stehen ein weiterführendes White Paper und eine Präsentation als pdf-Dateien bereit.
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