Ab dem 1. April 2013 müssen alle öffentlichen Verkehrsmittel mit Rauchmeldern ausgerüstet sein, die bei Rauchentwicklung im Fahrzeug einen Warnton abgeben. Dies dient nicht, wie man vermuten würde, dem Schutz der Insassen vor eintretenden Abgasen, sondern zum Schutz der Nichtraucher.
Im Rahmen der Erweiterung des EU-Nichtraucherschutzgesetzes tritt nun die nächste Stufe in Kraft. Gleich mehrere Studien seien zu dem identischen Ergebnis gekommen, dass das seit dem September 2007 geltende Rauchverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln nahezu keine Wirkung zeige.
Sowohl Fahrgast als auch Chauffeur werden immer wieder beim Rauchen beobachtet. Da es sich jedoch als äußerst schwierig gestaltet, flächendeckende Kontrollen durchzuführen (Verstöße wurden hautsächlich in den Abend- und Nachtstunden beobachtet, also außerhalb der Arbeitszeiten der Mitarbeiter von Genehmigungsbehörden), wurde von der Arbeitsgruppe „Rauchfreies Taxi“, bestehend aus Vertretern der Taxi- und Mietwagenverbände und der Vereinigung vorbeugender Krankenkassen, eine kostengünstige und schnell umsetzbare Lösung für Fahrzeughersteller und Umrüster erarbeitet. Während in Neufahrzeugen der Rauchmelder voll integriert ist, (Mietwagen auf Wunsch), müssen ältere Droschken nachgerüstet werden.
Die Nachrüstung gestaltet sich verhältnismäßig einfach, da der Rauchwarnton auch durch einen handelsüblichen Baumarkt-Rauchmelder der Norm DIN ISO 47110815 mit Lautstärkeregelung und ohne Ausschaltmöglichkeit bzw. Feuermeldung erfolgen kann.
Das Gerät kann über Batterie oder Bordnetzstrom betrieben werden und muss im vorderen Drittel auf der Innenseite des Fahrzeugdaches montiert sein. Die Funktion des Rauchwarntons wird in die Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrtunternehmen im Personenverkehr (BOKraft) aufgenommen und bei der jährlichen Hauptuntersuchung überprüft.
Begrüßt wurde das neue Gesetz auch von Verkehrssicherheitsexperten, die sich für das Rauchverbot am Steuer aussprachen, da es die Aufmerksamkeit im Verkehr erhöhe. Wie uns ein Sprecher des Zentralverbandes der „Deutschen Taxiinnung“ mitteilte, verspricht sich der Gesetzgeber (nach Vorbild des Gurtwarntons, der einen durchschlagenden Erfolg in der Unfallstatistik erbracht habe) eine dauerhaft-nachhaltige Lösung für einen rauchfreien, öffentlichen Personennahverkehr.
Hinweis der Redaktion: Diese wunderbare 1. April-Meldung entsprang der Phantasie unseres Lesers Andre Kuhlo aus Osterode. Herr Kuhlo ist vielen bereits bekannt als Mit-Organisator des OldTimer-Treffen Osterode (OTTO), bei dem traditionell auch Taxidroschken teilnehmen, die älter als 20 Jahre sind. Das nächste OTTO findet am Sonntag, 5. Mai 2013 von 10-18 Uhr auf dem historischen Kornmarkt in Osterode statt. Der Eintritt und die Teilnahme sind frei. Hier gibt es weitere Infos.
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