Blitzermarathon 2025: Über 25.000 Temposünder bei Geschwindigkeitskontrollen erwischt

(dpa) Beim Blitzermarathon 2025 hat die Polizei über 25.000 Tempoverstöße registriert. Schwerpunkt war der Mittwoch, kontrolliert wurde in 14 Bundesländern. Ziel der Maßnahme war mehr Verkehrssicherheit auf unfallträchtigen Strecken.

Ab 6.00 Uhr kontrolliert die Polizei bayernweit 24 Stunden lang an rund 1.500 Kontrollstellen die Geschwindigkeit im Straßenverkehr. | Foto: Peter Kneffel / dpa
Ab 6.00 Uhr kontrolliert die Polizei bayernweit 24 Stunden lang an rund 1.500 Kontrollstellen die Geschwindigkeit im Straßenverkehr. | Foto: Peter Kneffel / dpa

Im Rahmen der europaweiten Verkehrssicherheitskampagne „Speedweek“ fand in dieser Woche der diesjährige Blitzermarathon in Deutschland statt. Ziel der Maßnahme war es, die Einhaltung von Tempolimits zu überprüfen und die Sicherheit auf besonders gefährdeten Strecken zu erhöhen. Der Schwerpunkt der Kontrollen lag am Mittwoch. Insgesamt beteiligten sich 14 Bundesländer. Nicht teilgenommen haben das Saarland und Berlin.

Mehr als 25.000 Verstöße in vier Bundesländern 

Nach einer ersten Auswertung wurden allein in Hessen, Thüringen, Bayern und Hamburg über 25.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. Die Kontrollen erfolgten überwiegend auf unfallträchtigen Abschnitten sowie im Umfeld von Schulen und Baustellen.

Hessen: Jeder 37. Fahrer zu schnell 

In Hessen wurden während eines 16-stündigen Kontrollzeitraums mehr als 11.000 Temposünder festgestellt. Damit war rechnerisch jeder 37. kontrollierte Fahrer zu schnell unterwegs. Den gravierendsten Verstoß verzeichnete die Polizei auf der A661 bei Egelsbach. Dort wurde ein Autofahrer mit 153 km/h bei erlaubten 70 km/h gemessen. Die Konsequenzen: drei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und 700 Euro Bußgeld.

Thüringen: Raser mit Tempo 210 auf der Autobahn

Auch in Thüringen gab es zahlreiche Verstöße. Innerhalb von 24 Stunden zählte die Polizei 3.880 Fälle überhöhter Geschwindigkeit – fast jeder 13. kontrollierte Fahrer war betroffen. Den höchsten Wert registrierten die Beamten am Hermsdorfer Kreuz, wo ein Autofahrer mit 210 km/h statt der erlaubten 100 unterwegs war. Auch hier droht ein dreimonatiges Fahrverbot.

Bayern: Zunahme der Verstöße im Vergleich zum Vorjahr

In Bayern stellte die Polizei bei einer 24-stündigen Kontrollaktion 9.832 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest – ein Anstieg um knapp 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Messstellen und Zeitpunkte der Kontrollen waren im Vorfeld öffentlich bekannt gegeben worden.

Hamburg: Weitere Kontrollen bis zum Wochenende

Die Polizei Hamburg meldete am Hauptkontrolltag 1.064 Tempoverstöße. Darüber hinaus wurden 21 Verstöße gegen die Anschnallpflicht sowie 13 Fälle verbotener Handynutzung am Steuer festgestellt. Die Kontrollen sollen dort bis zum Ende der Woche fortgesetzt werden.

Fazit: Deutliches Aufkommen trotz Ankündigung

Trotz der breiten Ankündigung des Blitzermarathons nutzten viele Verkehrsteilnehmende nicht die Gelegenheit zur freiwilligen Temporeduktion. Die Zwischenbilanz zeigt, dass Geschwindigkeitskontrollen weiterhin ein relevantes Mittel zur Erhöhung der Verkehrssicherheit darstellen.

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