Die Taxi-Wettbewerber geben wieder Laut

Von mytaxi, Google, BMW und Sixt sind neue Botschaften im Umlauf, die das mobile Gewerbe nicht kalt lassen dürften.
Google Maps verlinkt jetzt in Deutschland und in Spanien auf die Bestell-App mytaxi. (Abb.: Intelligent Apps)
Google Maps verlinkt jetzt in Deutschland und in Spanien auf die Bestell-App mytaxi. (Abb.: Intelligent Apps)

Laut dem Fernsehsender SWR hat die Daimler-Tochter Intelligent Apps vor dem Oberlandesgericht Frankfurt Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt eingelegt, das ihr Rabattaktionen für seine Bestell-App mytaxi untersagt hatte. Außerdem habe Intelligent Apps auch eine einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung des im Januar gefällten Urteils beantragt.

Wie der Fernsehsender n-tv berichtet, integriert der Internet-Konzern Google in Deutschland und in Spanien mytaxi in seine Karten-Anwendung Google Maps. Angezeigt würden die voraussichtliche Dauer und die Kosten der Taxifahrt sowie die Wartezeit bis zum Eintreffen des Taxis. Zunächst werde dieser Service für Googles Android-Systemwelt umgesetzt, in Kürze auch für Apple-Geräte. Ergänzend dazu schreibt die Rheinische Post, der Nutzer werde auf die App von mytaxi verlinkt. In anderen Ländern hat Google für diesen Dienst den Dienstleister Uber ausgewählt, an dem der Internet-Konzern maßgeblich beteiligt ist.

An Uber erinnerte kürzlich auch Erich Sixt bei der Vorlage der letzten Jahresbilanz seiner Autovermietung. Er sagte dort laut der Süddeutschen Zeitung sinngemäß, sein Limousinendienst My driver habe in Deutschland mittlerweile Uber überholt. Was er nicht sagte: Uber hat seine Aktivitäten nach mehreren Gerichtsurteilen auf wenige deutsche Städte eingedampft. Das erleichtert Sixt das Überholen sicher.

Zu guter Letzt hat auch der bei Taxis seit langem abstinente Autohersteller BMW Gedankenspiele eröffnet, die einen Ausbau des Carsharing-Dienstes Drive Now vorsehen, den BMW mit Sixt aufgezogen hat. Laut einem Interview einer Internet-Plattform möchten die Bayern zum Motor eines Ridesharing-Dienstes ähnlich dem verbotenen Uber Pop werden, bei dem Fahrer von Drive Now-Fahrzeugen Beförderungsdienste anbieten.
 

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