Das schwierige Geschäft mit dem Carsharing - Mutares übernimmt Free2move

Der Autokonzern verkauft seine komplette Beteiligung an der Carsharing-Sparte. Free2move betreibt Flotten in 14 Städten in Europa und den Vereinigten Staaten. Erst im Juli 2022 hatte der Konzern die Carsharing - Flotte von BMW/Mercedes übernommen. Der Abschluss ist bis Ende 2026 geplant.

Mutares will nach der geplanten Übernahme unter anderem das Management der internationalen Fahrzeugflotte neu gestalten und deren Elektrifizierung fortsetzen. | Foto: Stellantis
Mutares will nach der geplanten Übernahme unter anderem das Management der internationalen Fahrzeugflotte neu gestalten und deren Elektrifizierung fortsetzen. | Foto: Stellantis
(erschienen bei VISION mobility von Alina Venediktova)

Stellantis verkauft seine komplette Beteiligung am Carsharing-Geschäft von Free2move an Mutares SE & Co. KGaA. Eine entsprechende Vereinbarung haben beide Unternehmen am 28. Juli 2026 bekannt gegeben. Die Transaktion soll vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen bis Ende 2026 vollzogen werden.

Carsharing in 14 Städten

Free2move betreibt Free-Floating-Carsharing in Europa und den Vereinigten Staaten. Die Plattform umfasst Flotten in 14 Städten. Nutzer können Fahrzeuge für kurze und längere Zeiträume rund um die Uhr über eine eigene mobile Anwendung buchen.

Stellantis ordnet den Verkauf seiner Strategie „FaSTLAne 2030“ zu. Der Autokonzern will demnach Investitionen und Ressourcen stärker auf Regionen, Marken und Technologien ausrichten, von denen er höhere Renditen erwartet.

Mutares plant weitere Elektrifizierung

Mutares will mit der Übernahme eine neue Plattform im Mobilitätssektor schaffen. Nach Angaben des Unternehmens soll das Management der internationalen Flotte neu gestaltet werden. Außerdem plant der Käufer, die weitere Umstellung auf batterieelektrische Fahrzeuge voranzutreiben und den Fokus stärker auf Kundenerlebnis und urbane Mobilitätsbedürfnisse zu richten.

Nach dem geplanten Eigentümerwechsel soll das Carsharing-Geschäft als eigenständige Unternehmenseinheit von Mutares geführt werden. Der Anbieter stellt dafür gezielte Investitionen und größere operative Flexibilität in Aussicht.

„Indem wir uns stärker auf unser Kerngeschäft im Automobilbereich konzentrieren, stärken wir unsere Fähigkeit, langfristig Erfolge zu erzielen“, sagte Virgilio Cerutti, Head of Business Development & Partnerships bei Stellantis. „Wir sind entschlossen, eng mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um einen reibungslosen Übergang für unsere Kunden, Partner und Mitarbeiter zu gewährleisten.“

Abschluss noch an Bedingungen geknüpft

Bis zum Vollzug bleibt das Geschäft zunächst bei Stellantis. Der Konzern will während des Verkaufsprozesses die Kontinuität für Kunden, Partner und Beschäftigte gewährleisten.

Der Abschluss der Transaktion hängt unter anderem von den vorgeschriebenen Informations- und Konsultationsverfahren mit den Arbeitnehmervertretungen, behördlichen Genehmigungen und weiteren üblichen Abschlussbedingungen ab.

Was bedeutet das?

Mit dem vereinbarten Verkauf zieht sich Stellantis aus dem von Free2move betriebenen Carsharing-Geschäft zurück, sofern die Transaktion wie geplant vollzogen wird. Für Mutares beginnt dagegen erst die operative Arbeit: Die angekündigte Neuorganisation des Flottenmanagements und die weitere Umstellung auf batterieelektrische Fahrzeuge müssen nach dem Eigentümerwechsel umgesetzt werden. Bis zum vorgesehenen Abschluss Ende 2026 bleibt die Transaktion zudem von den erforderlichen Verfahren und Genehmigungen abhängig. 

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