Zwei autonome Elektro-Shuttles im Berner ÖPNV unterwegs

Der städtische Verkehrsbetreiber Bernmobil setzt die selbstfahrenden Ministromer von EasyMile als On-demand-Angebot auf der Linie 23 zwischen dem Bärenpark und der Fachhochschule ein.

Trapeze hat für den langjährigen Kunden Bernmobil eine passgenaue Lösung aus innovativen Technologien erstellt. In das bestehende Leitsystem wurden selbstfahrende Kleinbusse integriert, die nach Bedarf der Fahrgäste als Rufbus-Angebot verkehren. (Foto: Bernmobil)
Trapeze hat für den langjährigen Kunden Bernmobil eine passgenaue Lösung aus innovativen Technologien erstellt. In das bestehende Leitsystem wurden selbstfahrende Kleinbusse integriert, die nach Bedarf der Fahrgäste als Rufbus-Angebot verkehren. (Foto: Bernmobil)
Redaktion (allg.)
(erschienen bei busplaner von Martina Weyh)

Modellprojekt des städtischen Verkehrsbetreibers Bernmobil – in der Schweizer Bundesstadt sind zwei autonome Ministromer des französischen Anbieters EasyMile on-demand im öffentlichen Verkehr unterwegs. Sie verbinden auf der Linie 23 die Haltestelle Bärenpark mit der Berner Fachhochschule. Die kleinen barrierefreien EasyMile-Stromer vom Typ EZ10 Gen2 sind mit maximal 20 km/h unterwegs. Acht Passagiere plus Begleitperson dürfen mitfahren. Ausgestattet sind sie laut Betreiber Bernmobil mit einer 30-kWh-Batterie, zwei Motoren mit 8 kW und jeder Menge Sensortechnik.

Überwacht und beauftragt werden die selbstfahrenden Elektro-Shuttles mit Lösungen von Trapeze. Dessen ITCS-Lösungen nutzt  Bernmobil seit vielen Jahren erfolgreich. Das bewährte Leitsystem wurde nun im Zuge des Rufbus-Projekts mit autonomen Fahrzeugen um zwei neue Komponenten erweitert:

  • Die Überwachung der selbstfahrenden Ministromer ist in das Betriebsleitsystem LIO integriert worden,
  • die Buchung der autonomen EasyMile-Shuttles erfolgt über die Trapeze-App T.DiMo.

So funktioniert‘s

Über die Trapeze-App können registrierte Fahrgäste den Bus mit wenigen Klicks an die gewünschte Haltestelle anfordern. Die Fahrt kann spontan zum nächstmöglichen Zeitpunkt oder bis zu zwei Wochen im Voraus angefragt und gebucht werden.

T.DiMo optimiert die Bedienung der Fahrtwünsche unter Berücksichtigung der aktuellen Buchungslage, fasst sie nach Möglichkeit zusammen und übermittelt sie als Fahrtaufträge an die kleinen Autonomen.

Dabei ist die Lösung nach Angaben von Trapeze nicht auf den Betrieb mit selbstfahrenden Fahrzeugen begrenzt, sondern lässt sich auch mit allen anderen Fahrzeugarten kombinieren.

Begleitperson ist immer dabei

Mit an Bord der autonomen Mini-Shuttles ist immer eine geschulte Begleitperson, die die Fahrt permanent überwacht und im Notfall eingreifen kann. Ihr werden die Fahrtaufträge zur Information in der sogenannten Steward App zwar angezeigt, aber vom Fahrzeug automatisch ausgeführt, sobald die Türen geschlossen sind.

Dank der Integration in das Leitsystem können die Disponenten in der Leitstelle die autonomen Minibusse zusammen mit den regulären Fahrzeugen in der Kartendarstellung verfolgen.

Die Fahrgäste erhalten automatisch via SMS oder E-Mail Nachricht, sobald der gebuchte Shuttle zu ihrer Starthaltestelle unterwegs ist. Auch Informationen zu Verspätungen werden in Echtzeit ausgespielt.

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