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Zehn Jahre Haft nach Messer-Attacke auf Taxifahrer

Für zehn Jahre muss ein 22-jähriger Russlanddeutscher hinter Gittern, der vor neun Monaten in Dresden einen Taxifahrer niedergestochen hatte.
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Redaktion (allg.)
Der Angeklagte war im Juni 2009 mit zwei Freundinnen in das Taxi des 29-jährigen gestiegen - in der festen Absicht, diesen ausrauben. Am Fahrtziel rammte er seinem Opfer dann plötzlich ein Messer in den Hals. Dem Schwerverletzten gelang es noch, den Taxi-Alarm auszulösen, woraufhin das Trio ohne Beute flüchtete. Dass der Taxifahrer bei dem Angriff nicht ums Leben kam, hat er wohl dem beherzten Eingreifen einer Frau zu verdanken, die als Fahrgast in einem anderen Taxi unterwegs war, das kurze Zeit nach der Attacke am Tatort vorbeikam. Sie leistete dem Schwerverletzten bis zum Eintreffen des Notarztes fachkundig Erste Hilfe und hat somit vermutlich noch schlimmere Folgen abwenden können. Der 22-Jährige Täter zeigte sich in der Verhandlung geständig und nahm alle Schuld auf sich. Die beiden Freundinnen, die ebenfalls im Taxi gesessen hatten, hätten mit der Tat nichts zu tun. Auch die Staatsanwaltschaft konnte den Frauen nicht nachweisen, davon gewusst zu haben, weshalb die Ermittlungen gegen sie eingestellt worden waren. Eine Tatsache, die von dem überfallenen Taxifahrer, der vor Gericht als Nebenkläger auftrat, scharf kritisiert wurde. Er ist sich sicher, dass die beiden in die Tat eingeweiht waren. Bei dem 22-Jährigen Russlanddeutschen sah das Gericht gleich drei Mordmerkmale als erwiesen an: Habgier, Heimtücke und das Ermöglichen einer Straftat, des geplanten Raubes. Daher kam für die Richterin nur eine Verurteilung wegen versuchten Mordes in Betracht, was eine Freiheitsstrafe von mehr als 15 Jahren möglich gemacht hätte. Strafmildernd wertete die Richterin jedoch das frühe und umfassende Geständnis sowie das Reifedefizit des Täters. Foto: Pixelio / HHS
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