Volkswagen und Toyota steigen bei Fahrtenvermittlungen ein

Die beiden bedeutenden Taxi-Hersteller bandeln mit dem Fahrtenvermittler Gett beziehungsweise mit Uber an.
Die wundervolle Welt der friedvollen Fahrgastbeförderung sehen die Autohersteller inzwischen als interessanten Markt. (Foto: Uber)
Die wundervolle Welt der friedvollen Fahrgastbeförderung sehen die Autohersteller inzwischen als interessanten Markt. (Foto: Uber)

Nach dem führenden deutschen Taxi-Hersteller Daimler AG liebäugeln nun auch dessen Hauptwettbewerber Volkswagen und Toyota mit dem Thema Fahrtenvermittlung. Die Wolfsburger haben eine „strategische Investition“ von 300 Millionen US-Dollar in den aus Israel stammenden Fahrtenvermittler Gett verkündet. Begründet wird dieser Schritt mit der hohen Wachstumsdynamik und den vielversprechenden Ertragschancen der Fahrtenvermittlung. Sie solle auch die Basis für die Entwicklung künftiger Mobilitäts-Geschäftsmodelle sein. Bis 2025 will der Volkswagen-Konzern einen „substanziellen Teil seines Umsatzes“ mit solchen neuen Geschäftsmodellen erwirtschaften und sich als weltweit führender Mobilitätsanbieter etablieren.

Laut Volkswagen zählt Gett zu den führenden Vermittlern von Fahrdienstleistungen in Europa. In London nutze die Hälfte aller schwarzen Taxis die Dienstleistungen von Gett, die von privaten wie von Firmenkunden geschätzt würden. Es kämen ausschließlich Fahrer mit einer Lizenz zur Personenbeförderung zum Einsatz.

Über diesen Punkt schweigt sich Toyota in seiner Pressemitteilung vom 24. Mai 2016 aus. Mit ihr kündigt der japanische Konzern ein nicht beziffertes strategisches Investment in den Fahrtenvermittler Uber an. Mit Uber wurde eine unverbindliche Absichtserklärung formuliert („memorandum of understanding“), die die Zusammenarbeit bei der Fahrtenvermittlung zum Ziel hat. Die beiden Partner möchten in expandierenden Märkten gemeinsam über Faktoren wie Regulierungen, Geschäftsbedingungen und Kundenwünsche nachdenken und daraus neue Dienstleistungen entwickeln.

Der erste praktische Ansatz zur Zusammenarbeit sind Leasing-Angebote, die Toyota Financial Services auf die Fahrer von Uber zuschneiden möchte. Sie sollen sich durch flexible Laufzeiten auszeichnen und auf die Bedürfnisse der Fahrer ausgerichtet sein. Ein spezielles Flottenprogramm soll den Uber-Fahrern Modelle von Toyota und seiner Tochtermarke Lexus verkaufen.
 

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