Nach Unfall mit vier Toten: Geldstrafe für Taxifahrer
Der Prozess um einen schweren Verkehrsunfall vor zwei Jahren in Paderborn, bei dem vier Menschen ihr Leben lassen mussten, endete für die beiden beteiligten Fahrer mit einem milden Urteil.
Ein mit fünf Personen besetztes Taxi war am Karfreitag des Jahres 2009 an einer Kreuzung mit einem im Einsatz befindlichen Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Der Unfall hatte entsetzliche Folgen: Vier Menschen starben, zwei weitere wurden schwer verletzt und auch der Taxifahrer schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr.
In diesen Tagen mussten sich die Fahrer der beiden am Unfall beteiligten Fahrzeuge vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte den heute 45 Jahre alten Taxifahrer und den 33-jährigen Brandmeister wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.
Wie die „Neue Westfälische“ gestern berichtete, verhängte das Gericht nun gegen den Taxifahrer eine Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro. Er trug nach Ansicht eines Gutachters den Hauptteil der Schuld, da er schneller fuhr als die zugelassenen 50 Stundenkilometer. Ausgesetzt wurde die Geldstrafe allerdings zur "Bewährung" (sogenannte "Verwarnung mit Strafvorbehalt" nach § 59 StGB). Das Verfahren gegen den Feuerwehrmann wurde gegen eine Geldauflage von 500 Euro eingestellt.
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