Taxibetriebe aufgepasst: BMDV fördert Mobilitätsstationen

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat ein Förderprogramm für die Einrichtung von Mobilitätsstationen in strukturschwachen Regionen aufgelegt. Sich dort einzuklinken, könnte auch für Taxi- und Mietwagenbetriebe interessant sein.

Wenn die Stadt Bogen mit ihren rund 10.000 Einwohnern an ihrem schmucken Bahnhof eine Mobilitätsstation einrichten wollte, könnte sie dafür eine Förderung aus dem neuen Programm beantragen. (Foto: Dietmar Fund)
Wenn die Stadt Bogen mit ihren rund 10.000 Einwohnern an ihrem schmucken Bahnhof eine Mobilitätsstation einrichten wollte, könnte sie dafür eine Förderung aus dem neuen Programm beantragen. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Unternehmer und Unternehmerinnen aus dem Taxi- und Mietwagen-Bereich in ländlichen Regionen sollten aufmerksam beobachten, ob ihre „kleine und mittlere Gemeinde“ in einer „strukturschwachen Region“ die Errichtung oder den Ausbau einer Mobilitätsstation plant. Für die gibt es nämlich nun Geld vom Bundesminister für Digitales und Verkehr. Volker Wissing hat ein Förderprogramm über 12 Millionen Euro aufgelegt, um so zusätzliche „öffentliche Mobilitätsangebote“ zu stärken. Von Taxis und Mietwagen, Anruf-Sammel-Taxis oder Rufbussen spricht er nicht konkret, sondern nur von Angeboten für „erste und letzte Meilen“ bei der Fahrt von Tür zu Tür. Konkret erwähnt werden nur Carsharing-Angebote.

Gefördert wird die Errichtung neuer Stationen etwa an Haltestellen, Bahnhöfen oder geeigneten Sharing-Standorten. Förderfähig ist auch der Ausbau von vorhandenen Stationen um zusätzliche Elemente, wie Ladesäulen oder Service-Anzeigen“, heißt es in der Pressemitteilung des BMDV. Anders als seine CSU-Vorgänger denkt FDP-Minister Volker Wissing daran, dass sein Haus zwei Komponenten hat, von denen das Digitale auch noch die angesagtere ist. Folglich schreibt das Ministerium auch, die Projekte müssten stets eine Digitalisierungskomponente beinhalten, „zum Beispiel die Möglichkeit zur digitalen Buchung der Sharing-Angebote oder von Park- oder Stellflächen mit Lademöglichkeit für E-Fahrzeuge“.

Antragsberechtigt seien Vorhaben „in kleinen und mittleren Gemeinden mit maximal 50.000 Einwohnern“ in strukturschwachen Regionen. Die werden über die Fördergebietskulisse der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“ definiert. Was das heißt, könnte man sicher den Geschäftsleiter oder einen etwaigen hauptamtlichen Bürgermeister seiner Gemeinde fragen.

Bewerben können sich die Gemeinden „mit einem einfachen und kurzen Skizzenformular“ nur bis zum 11. Oktober 2023 per E-Mail an die Adresse MoStat@vdivde-it.de. Projektträger ist dieses Mal die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH in Berlin.

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