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Nürnberger Steuerprüfer haben Taxiunternehmer am Wickel

In der bayerischen Großstadt werden offenbar flächendeckend Mehrwagenunternehmer geprüft und viele zum Schwitzen gebracht.
Christian Linz und seine Kollegen geben Kennziffern ehrlich wirtschaftender Taxiunternehmer in ihren Taxi-Leaks weiter. (Foto: Dietmar Fund)
Christian Linz und seine Kollegen geben Kennziffern ehrlich wirtschaftender Taxiunternehmer in ihren Taxi-Leaks weiter. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Die Nürnberger Finanzverwaltung hat Ende 2016 fast zwei Dutzend Außenprüfer auf das Taxigewerbe vorbereitet, die nun flächendeckend Mehrwagenbetriebe unter die Lupe nehmen. Das berichtet der Nürnberger Mehrwagenunternehmer Christian Linz. Er schreibt, er habe eine derartige Prüfungsmaßnahme in 30 Jahren noch nicht erlebt. Bisher sei nur anlassbezogen geprüft worden, beispielsweise bei Geschäftsaufgaben, bei unerklärlichen Umsätzen oder bei einem Immobilienkauf.

Linz und seine Kollegen von der Taxiprofis GmbH setzen sich schon länger für steuerehrliches Arbeiten im mobilen Gewerbe ein. Um die ehrliche Arbeit zu fördern, haben Sie auf ihrer Homepage www.taxiprofis.com einen Menüpunkt namens Taxileaks eingerichtet.

Dort veröffentlichen sie real erzielte Durchschnittsumsätze von 14 Taxis mit firmenübergreifend etwa 800 Arbeitsschichten pro Monat. Außerdem bilden sie einen Vergleichswert aus den gefahrenen Kilometern und dem erwirtschafteten Umsatz und geben an, ab welchem Quotienten die Steuerbehörden in Städten neugierig werden.

Die Unternehmer-Gemeinschaft plant, weitere Indizien für vielfältige Hinterziehungspraktiken auf in ihre Taxi-Leaks einzubauen. Am Schluss ihres Textes steht der Link „Hier geht´s zum Whistleblowing“. Humor zeigen die Franken mit ihrem Schlusssatz: „Denen habe ich`s gegeben, sagte der Steuerzahler, als er das Amt verließ.“

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