Kelheim erprobt einen On-Demand-Service

Mit zwei Neunsitzern wickelt die Regionalbus Ostbayern GmbH einen On-Demand-Verkehr ab, der auf den ganzen Landkreis ausgedehnt werden soll.

Die Kleinbusse vom Typ Ford Tourneo Custom verfügen über eine Rollstuhlrampe. (Abb.: Landkreis Kelheim)
Die Kleinbusse vom Typ Ford Tourneo Custom verfügen über eine Rollstuhlrampe. (Abb.: Landkreis Kelheim)
Dietmar Fund

Zum 1. Juli 2020 hat der Landkreis Kelheim als Pilotprojekt einen On-Demand-Service namens KEXI gestartet. Die Abkürzung steht für „Kelheim Express individuell“. Die Regionalbus Ostbayern GmbH setzt dafür zwei neunsitzige Transporter ein. Sie kann man von Montag bis Samstag zwischen 5 und 21 Uhr online oder über eine Mobilitätszentrale telefonisch buchen. Gefahren wird zunächst in zwei Zonen in der rund 17.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Kelheim und dem Stadtteil Kelheimwinzer zwischen rund 150 ausgeschilderten Haltestellen, die maximal 250 Meter Abstand voneinander haben sollen. Die Fahrtrouten richten sich nach den Buchungen, weil es sich um ein Ridepooling handelt.

Die Buchungen und die Steuerung werden über eine Software der Bahn-Tochter ioki abgewickelt. Sie sorgt derzeit dafür, dass maximal vier Personen mit Mundschutz gemeinsam unterwegs sind. Bezahlt wird im Bus. Die Fahrt kostet zonenbezogen zwei oder drei Euro. Über eine Sechserkarte bekommen die Fahrgäste eine Fahrt umsonst.

Anders als bei ähnlichen On-Demand-Projekten kann KEXI auch im Voraus gebucht werden. Das dürfte in diesem Fall wegen der Anbindung des weit außerhalb der Kleinstadt liegenden Bahnhofs Saal an der Donau interessant sein, um Pendler anzusprechen, die so nach Ingolstadt oder Regensburg kommen.

Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr fördert das Pilotprojekt für die nächsten drei Jahre mit. Das Bayerische Staatsministerium für Finanzen und für Heimat wiederum fördert die Ausstattung der beiden Fahrzeuge mit WLAN.

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