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In Stuttgart gibt es sehr wohl Rollstuhltaxis

Ein Stuttgarter Mietwagenunternehmer weist darauf hin, dass Rollstuhlfahrer mit rund 80 rollstuhlgerechten Fahrzeugen bedient werden könnten und es daher keine Mietwagen von außerhalb bräuchte, um ihre Mobilität zu sichern.

Mit solchen Caddy Maxi haben sich Klaus Knupfers Unternehmen auf Rollstuhlbeförderungen spezialisiert. (Foto: Knupfer)
Mit solchen Caddy Maxi haben sich Klaus Knupfers Unternehmen auf Rollstuhlbeförderungen spezialisiert. (Foto: Knupfer)
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Dietmar Fund

In Presseberichten aus Stuttgart, die den Start von Rollstuhl-gerechten Mercedes-Benz Sprinter des Busunternehmers Schlienz aus Kernen schilderten (taxi heute berichtete), hatte es kürzlich geheißen, das Taxi-Gewerbe kümmere sich nicht um Rollstuhlfahrer. Dem widerspricht der Stuttgarter Mietwagenunternehmer Klaus Knupfer. Er war von 1974 bis 2011 selbst Taxiunternehmer und bis 2011 auch Vorstand der Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart.

Laut Knupfer gibt es in der baden-württembergischen Landeshauptstadt rund 80 Rollstuhl-gerechte Taxis und Mietwagen. Eine Liste dieser Unternehmer halte die Stadtverwaltung auf Ihrer Homepage bereit. Sie ist dort unter dem Stichwort „Fahrdienst für Rollstuhlfahrer und andere Schwerstgehbehinderte“ zu finden.

Er selbst habe sein erstes Rollstuhlfahrzeug 2008 in Dienst gestellt und 2011 das zweite. Seit 2014 setzten seine beiden Unternehmen Kranken- und Rollstuhlfahrten Knupfer und Katja´s RolliMobil acht Autos ein, die allesamt vom MobiTEC umgerüstet seien. Stationiert seien vier davon in Stuttgart und vier in Filderstadt-Plattenhardt.

Knupfer fragt sich nun, wie ein 15 Kilometer außerhalb der Stadt ansässiger Busunternehmer mit seinen als Mietwagen zugelassenen Sprintern auf seine Kosten komme, weil er ja bei Aufträgen innerhalb Stuttgarts erst die Anfahrt habe und danach wieder zu seinem Betriebssitz zurückkehren müsse. Zudem seien Behindertenparkplätze schon für normale Rollstuhlfahrzeuge mit ausklappbarer Rampe zu kurz. Mit einem Sprinter müsse man in der Stadt in der Regel in zweiter Reihe halten und blockiere so den Verkehr.

Den Markt für Rollstuhlbeförderungen sieht der Unternehmer mit rund 50.000 Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern im Großraum Stuttgart als groß genug an. Die Stadt gebe an sie Gutscheine für Taxifahrten aus.

Die Fahrdienst-Infos der Stadt Stuttgart stehen als pdf-Datei im Downloadbereich unterhalb dieser Meldung bereit.

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