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Stadt Heidelberg weist auf erstes Rollitaxi hin

Mit einer Pressemitteilung haben die Stadtverwaltung und ihre Behindertenbeauftragte das erste Rollstuhltaxi öffentlich bekannt gemacht.

Beim Fototermin am Rollitaxi (v.l.): Erika Ochoa-Coll und Swen Buro (Betreiber TLS), Czeslaus Mandalka (Beirat für Behinderte), Prof. Dr. Eckart Würzner (OB), Carola de Wit (Ordnungsamt) und Christina Reiß (Behindertenbeauftragte). (Foto: Rothe/Stadt Heidelberg)
Beim Fototermin am Rollitaxi (v.l.): Erika Ochoa-Coll und Swen Buro (Betreiber TLS), Czeslaus Mandalka (Beirat für Behinderte), Prof. Dr. Eckart Würzner (OB), Carola de Wit (Ordnungsamt) und Christina Reiß (Behindertenbeauftragte). (Foto: Rothe/Stadt Heidelberg)
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Dietmar Fund

Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, eine mobilere Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen, ist ein Thema, das Taxi- und Mietwagenunternehmer in der Stadt und auf dem Land viel stärker interessieren sollte. Wer eines anbietet, bekommt Unterstützung von Behindertenbeauftragten und der Stadtverwaltung. Das zeigt das Beispiel des ersten Rollstuhltaxis in der Stadt Heidelberg. Die Stadtverwaltung hat dazu eigens eine Presseveranstaltung organisiert und eine Pressemitteilung herausgegeben.

Erika Ochoa Coll, Geschäftsführerin der TLS Transfer & Limousinenservice GmbH, hat demnach am 16. Januar 2020 zusammen mit ihrem für die Leitung des operativen Geschäfts verantwortlichen Mitarbeiter Swen Buro auf dem Kornmarkt ihr erstes rollstuhltaugliches Taxi vom Typ Ford Grand Tourneo Connect mit Heckeinstieg vorgestellt. An dem Fototermin nahmen auch der Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckard Würzner, Czeslaus Mandalka, stellvertretender Vorsitzender des Beirats von Menschen mit Behinderungen der Stadt Heidelberg, die kommunale Behindertenbeauftragte Christina Reiß und Carola de Wit vom städtischen Bürger- und Ordnungsamt teil. Die beiden Damen hätten das Projekt gemeinsam initiiert, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Stadtverwaltung brachte so die Botschaft in Umlauf, dass nun auch nicht umsetzbare Rollstuhlfahrer mit Elektro-Rollstühlen kurzfristig ein Rollstuhltaxi zu Zeiten buchen können, an denen Fahrdienste gewöhnlich nicht verfügbar sind – insbesondere abends, an Wochenenden oder an Feiertagen. Der Oberbürgermeister erklärte dazu, mit der Firma TLS habe die Stadt „einen erfahrenen Anbieter“ gefunden, der nun eine „wichtige Versorgungslücke“ schließe.  Mit einem Gutachten soll laut Carola de Wit vom Ordnungsamt jetzt der weitere Bedarf an Rollstuhltaxis in der Stadt ermittelt werden.

Ausdrücklich wirbt die Stadt auch unter den Rollstuhlfahrern dafür, das Rollstuhltaxi rechtzeitig zu buchen. Es werde nämlich sonst auch für reguläre Fahrten eingesetzt, was zur Auslastung des aufwändig umgebauten Kasten-Kombis ja auch nötig ist. Buchen kann man das Rollstuhltaxi nur über die Telefonnummer des Mietwagenunternehmens. Einen Rolli-Zuschlag sieht der Taxitarif nicht vor. Im Unterschied etwa zur Stadt Stuttgart fördert die Stadt Heidelberg das Projekt nicht mit einem Investitionskostenzuschuss.

Laut Swen Buro lag der Anreiz für die Beschaffung eines Rollstuhltaxis darin, dass die Stadt Heidelberg sonst seit langem keine neuen Taxi-Konzessionen mehr erteilt habe. Eine Schwierigkeit sei es gewesen, dass TLS aufgrund der bei Mietwagen nicht mehr nötigen Ortskunde zunächst Fahrer habe finden müssen, die sie erworben haben.

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