Der Fiat Talento kann ein talentiertes Rollstuhltaxi sein

Ein Heckeinstieg und zwei Dreh-/Klappsitze von AMF-Bruns machen den neuen Transporter zu einem sehr flexibel einsetzbaren Großraumtaxi für bis zu sieben sitzende Fahrgäste und einen Rollstuhlfahrer.
Der Talento mit langem Radstand und Rollstuhlplatz taugt auch als Diskotaxi. (Foto: Dietmar Fund)
Der Talento mit langem Radstand und Rollstuhlplatz taugt auch als Diskotaxi. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Gerade für Taxi- und Mietwagenunternehmer auf dem Land sind wirkliche Großraumtaxis interessant, die ein Maximum an Fahrgastplätzen mit ausreichend Kofferraum verbinden und womöglich noch einen Rollstuhlplatz als Alternative. Zu ihnen zählt jetzt der neue Fiat Talento Kombi L1H2. Fiat Professional bietet ihn mit einem Taxi-Paket von Intax an und zeigt mit einem Vorführtaxi, wie ein flexibel einsetzbares Mehrzwecktaxi aussehen kann.

 

Beim Test von taxi heute gefiel der „lange Lulatsch“, den es schon als Renault Trafic und Opel Vivaro gibt, durch seinen leisen 1,6-l-Motor von Renault. Er trat in der höchsten Leistungsstufe mit 107 kW/145 PS bei 3.500/min an und wirkte prima mit dem gut schaltbaren und gut übersetzten Sechsgang-Getriebe zusammen. Ebenso gefallen konnte die gute Fahrwerksabstimmung, die weder zu weich noch poltrig ausgefallen ist.

Während der Fahrer und der Beifahrer im höhenverstellbaren Komfort-Sitz gut unterwegs sind, ist der Sitzkomfort im Fahrgastraum recht eingeschränkt. Die starren Bänke haben weder verstellbare Lehnen noch ausziehbare Kopfstützen. Selbst wer eine zweite Schiebetüre links bestellt, kann nur auf der rechten Seite eine klappbare Armlehne zum Durchstieg nach hinten nutzen. Dasselbe gilt in der dritten Reihe, wo man nur dieselbe Sorte Bank installieren kann. Ein Volkswagen T6 und ein Mercedes-Benz Vito bieten hier mehr Vielfalt und sogar eine 2-2-3er-Sitzanordnung, die es im Talento nicht gibt.

Konsequenterweise hatte das Vorführfahrzeug gar keine dritte Sitzreihe, sondern einen Heckeinstieg. Den hat der Umrüster AMF-Bruns mit einer Easy-Flex-Rampe und zwei Dreh-/Klappsitzen sowie seiner Kopf- und Nackenstütze Easy Safe kombiniert. So kann hinter den Zusatzsitzen noch ein Rollstuhlfahrer mitfahren. Wer in einer der einfacheren Kombi-Varianten die Beifahrer-Doppelsitzbank mitbestellt, kommt so auf sieben Fahrgastsitze und einen Rollstuhlplatz. Alle Sitze hat der Taxifahrer immer dabei. Sowohl die Zusatzsitze als auch die Rampe kann er einfach handhaben.

Der ausführliche Testbericht erscheint in der Ausgabe 1-2/2017 von taxi heute. Interessierte Taxi- und Mietwagenunternehmer können detaillierte Testnotizen als pdf-Datei unterhalb dieser Meldung herunterladen.

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