Ende für das London-Taxi?

Das legendäre London-Taxi steht (mal wieder) vor dem Aus. Der Hersteller wird wohl Insolvenz anmelden. Gründe dafür gibt es viele, ein „Schuldiger“ ist auch Mercedes-Benz.

Der Taxi-Klassiker auf Londons Straßen, ein Raumwunder, in dem selbst Passagiere mit Rollstuhl problemlos Platz finden und das einen kleineren Wendekreis als ein Smart besitzt – das ist das Black Cab. Doch in den letzten fünf Jahren haben sich Absatz und Umsatz des Klassikers aus dem Hause Manganese Bronze beinahe halbiert.

Jetzt scheint es, als stünde das Unternehmen kurz vor der Insolvenz. Probleme an der Servolenkung mit anschließender Rückrufaktion von hunderten Fahrzeugen und millionenschwere Bilanzierungsfehler geben dem Kleinunternehmen scheinbar den Rest. Auch das Händeringen um eine Finanzspritze vom chinesischen Autobauer und Großaktionär Geely, der mit 20 Prozent an Manganese beteiligt ist und dem auch Volvo Cars gehört, blieb bisher ohne Erfolg.

Der Verband der Taxifahrer hofft weiter auf Hilfe und die Gewerkschaft Unite bat die britische Regierung um finanzielle Unterstützung, um das London Cab zu retten.

Die Tatsache, dass die Konkurrenz nicht schläft, vereinfacht die Lage des Traditionsunternehmens nicht gerade. Neue Konkurrenten wie Mercedes-Benz haben das Monopol des geschwächten Herstellers geknackt und drängen auf den Markt. Nach eigenen Angaben haben die Taxis mit dem Stern bereits einen Marktanteil von 40 Prozent im Neugeschäft erreicht.

Auch Nissan möchte mit der Londoner Taxiversion des NV200 die Hauptstadt Großbritanniens erobern. Fotos zu diesem Modell finden Sie in unserer Bildergalerie.

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