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CleverShuttle startet in München

Mit fünf elektrischen LEVC-Londontaxis und 25 weiteren Fahrzeugen startet die Bahn-Tochter jetzt ihr Ridesharing in München.

Der elektrisch angetriebene LEVC TX ist von Haus aus ein rollstuhltaugliches Shuttlefahrzeug. (Foto: Dietmar Fund)
Der elektrisch angetriebene LEVC TX ist von Haus aus ein rollstuhltaugliches Shuttlefahrzeug. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Im Rahmen der Experimentierklausel des Personenbeförderungsgesetzes startet die Bahn-Tochter CleverShuttle jetzt mit 30 Fahrzeugen ihr Ridesharing-Angebot in München. Fünf von ihnen sind elektrisch angetriebene, rollstuhlgerechte Sechssitzer vom Typ LEVC TX mit einem Benziner als Reichweiten-Verlängerer, die gewöhnlich als „Londontaxi“ bezeichnet werden. Vom Betriebssitz in der Landshuter Allee in der Nähe der Donnersberger Brücke aus deckt der Dienst das gesamte Stadtgebiet ab. Von einer Anbindung des Flughafens habe man Abstand genommen, weil da der Pooling-Effekt zu gering sei. Das berichtete PR-Manager Fabian Adlassnigg anlässlich einer kurzen Vorführfahrt in München.

Die Fahrzeuge werden an einer eigenen Ladesäule am Betriebssitz über das CCS-System geladen. In Leipzig verfüge CleverShuttle bereits über 70 Ladepunkte und in Berlin über 50, berichtete Adlassnigg. Nach seinen Informationen will CleverShuttle den Münchner Fuhrpark auf 75 Fahrzeuge erweitern.

Das potenzielle Taxi bietet sechs Fahrgastplätze, von denen drei gegen die Fahrtrichtung als Klappsitze eingebaut sind. Sie sind recht hart und zwingen zu sehr aufrechtem Sitzen. Große Fahrer können ihren Sitz zwar in der Höhe verstellen, aber nicht sehr weit nach hinten fahren, obwohl auf ihrer Seite die Trennwand deutlich weiter nach hinten reicht. Für ein beengtes Raumgefühl im Cockpit sorgt auch die Mittelkonsole neben dem als Laderaum ausgebildeten Platz, den sonst der Beifahrersitz belegen würde. Er ist der einzige richtig nutzbare „Kofferraum“ außer dem Fahrgastraum, wenn der nicht voll besetzt ist.

 

Die Stärke des LEVC TX ist der niedrige Einstieg durch die gegenläufig öffnenden hinteren Türen. Nach dem Entriegeln des in Fahrtrichtung rechts angebrachten Klappsitzes kann ihn der Fahrer nach außen schwenken, um einen umsetzbaren Rollstuhlfahrer in den Fahrgastraum zu schwenken. Im Rollstuhl sitzende Fahrgäste rollen auf der rechten Seite über eine flache Rampe ins Auto. Der Fahrer muss sie erst entriegeln und kann sie dann an einem in die Rampe integrierten Griff herausziehen. Seitlich lassen sich zwei Begrenzungsschienen hochklappen und arretieren.

Fahrgäste ohne Handicap freuen sich über die stabilen Griffe an den Einstiegen, die sich die deutschen Transporter-Hersteller ruhig einmal abgucken könnten. Mit einem Panorama-Glasdach, USB-Anschlüssen zum Aufladen mobiler Endgeräte und Leseleuchten könnte das geräumige Taxi bei den Fahrgästen weitere Pluspunkte sammeln.

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