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Elektroautos können Mitarbeiter motivieren

Eine Informationsveranstaltung im Landratsamt Traunstein brachte interessante Erkenntnisse über den Umgang mit ersten Elektroautos in Betrieben.

Der Elektrounternehmer Otto Zach (stehend) schilderte in Traunstein, wie man in die E-Mobilität einsteigen und mit ihr Mitarbeiter motivieren kann. (Foto: Dietmar Fund)
Der Elektrounternehmer Otto Zach (stehend) schilderte in Traunstein, wie man in die E-Mobilität einsteigen und mit ihr Mitarbeiter motivieren kann. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Bei Mitarbeitern, die ein Elektroauto fahren sollen, steigt die Akzeptanz, wenn die Reichweitenanzeige beim Losfahren 200 statt 100 Kilometer anzeigt, auch wenn sie gar nicht so weit fahren wollen. Das war die erste Erfahrung, die Otto Zach, Inhaber der Zach Elektroanlagen GmbH & Co. KG mit 130 Mitarbeitern in Emertsham gemacht hat. Seine zweite Erfahrung: Es begeistert manche Mitarbeiter und bindet sie an den Betrieb, wenn sie dort kostenlos laden dürfen und so im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei mehrere Hundert Euro im Jahr sparen können. Der Elektrotechnik-Spezialist setzt die zweite Generation des VW E-Golf ein und hat einen Mitarbeiter, der mit einem Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid zur Arbeit fährt.

Otto Zach war einer der Referenten bei einer Informationsveranstaltung mit dem Titel „E-Mobilität im Unternehmen“, die am 8. März 2019 im Landratsamt Traunstein stattfand. Dazu eingeladen hatte Dr. Birgit Seeholzer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungs GmbH Landkreis Traunstein. Unter den knapp zwei Dutzend Teilnehmern war zwar kein Taxiunternehmer und die Autos, um die sich die Praxisbeispiele drehten, entstammten eher der Kompaktklasse, doch waren einige Erkenntnisse auf für Elektro-Starter im mobilen Gewerbe interessant.

So sagte der Elektrotechniker Zach, er halte eine Wechselstrom-Schnellladung mit 11 kW für empfehlenswert, die eine Anschlussleistung wie ein Elektroherd habe. Mit 11 kW, 400 Volt und 16-Ampère-Sicherungen könne man den Strom für 100 Kilometer in rund 1,5 Stunden laden. Mit 22 kW, 400 Volt und 32-Ampère-Sicherungen könne man dieselbe Fahrtstrecke schon in einer Dreiviertelstunde laden. „Ein Standard-Hausanschluss hat 35 Ampère. Daran kann man eine solche Ladestation anschließen, ohne einen stärkeren Hausanschluss beantragen zu müssen, was kompliziert und teuer ist“, riet Zach. Für das gleichzeitige Laden mehrerer Elektrofahrzeuge sei aber ein Lademanagement nötig, um Probleme mit Leistungsspitzen zu vermeiden.

Der Chef des Elektrotechnik-Unternehmens rechnete vor, dass seine Photovoltaik-Anlage auf den Dächern der Betriebsgebäude und sein der Wärmeerzeugung dienendes Blockheizkraftwerk (BHKW) in den letzten vier Jahren rund 70 Prozent des Stromverbrauchs seines E-Golf abgedeckt hätten. Anstatt nachts den vom BHKW erzeugten Strom für lächerliches Geld ins Netz einzuspeisen, verbraucht er ihn selbst.

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