Elektrotaxis: Renault stellt Kangoo E-Tech Electric vor

Der Hochdach-Kombi hat nur eine recht bescheidene Reichweite und kann auch nicht allzu schnell laden.

Der Kangoo e-Tech Electric ist an einem leicht geänderten Kühlergrill erkennbar. (Foto: Renault)
Der Kangoo e-Tech Electric ist an einem leicht geänderten Kühlergrill erkennbar. (Foto: Renault)
Dietmar Fund

Auf dem Pariser Autosalon 2022 stellt Renault den elektrischen Ableger des Hochdach-Kombis Kangoo vor, von dem auch der Citan II und die T-Klasse von Mercedes-Benz abstammen. Der Kangoo E-Tech Electric hat eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 45 kWH, mit der er nach dem aktuellen Messzylklus WLTP bis zu 285 Kilometer weit kommen soll. Wer im Eco-Modus die Leistung des 90 kW/122 PS leistenden Elektromotors und die Höchstgeschwindigkeit freiwillig begrenzt, soll weiter kommen.

Mit dem Wählhebel kann man die Rekuperation in drei unterschiedlich starken Stufen einstellen. Ein Fahren mit nur einem Pedal bis zum Stillstand ist aber nicht möglich. Für den sparsamen Umgang mit dem Strom soll eine Zwei-Zonen-Klimaanlage mit einer Wärmepumpe sorgen.

Außer mit einem On-Bord-Lader, der nur das Laden mit 11 kW Wechselstrom zulässt, kann man auch einen für das Laden mit 22 kW bestellen. Die dritte Alternative dürfte für den gewerblichen Einsatz die interessanteste sein. Sie kombiniert den 22-kW-Lader für Wechselstrom mit der Möglichkeit, mit bis zu 80 kW Gleichstrom etwas schneller zu laden. State of the Art ist das allerdings inzwischen nicht mehr.

Für einen etwaigen späteren Einsatz als Taxi oder Mietwagen ist es angenehm, dass sich die Dreier-Sitzbank der zweiten Reihe längs verschieben oder umklappen lässt. Noch immer ist Renault nicht in der Lage, ein für die Konformitätsprüfung als Taxi oder Mietwagen erforderliches Wegstreckensignal zu liefern, was auch die Derivate Citan II und T-Klasse betrifft – und natürlich alle Antriebsvarianten.

Zum Erscheinungstermin des Kangoo E-Tech Electric auf dem deutschen Markt hat Renault noch nichts geschrieben. Ebenso wenig zu den Varianten des Kangoo II mit dem langen Radstand, die für das mobile Gewerbe interessanter sein dürften. Von denen waren kürzlich auf der IAA Transportation nur Kastenwagen und Studien zu sehen, die mit bestuhlten Kombis wenig gemein hatten.

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