Sixt macht mit autonomen Fahrzeugen Taxis Konkurrenz

Die Fahrzeuge des Kooperationspartners Mobileye sollen ab 2022 in München erprobt und danach über die Apps von Sixt und Moovit gebucht werden können.

Mit solchen auffällig folierten autonom fahrenden Elektrofahrzeugen möchten Sixt und Mobileye von München aus den Mobilitätsmarkt angehen. (Foto: Mobileye)
Mit solchen auffällig folierten autonom fahrenden Elektrofahrzeugen möchten Sixt und Mobileye von München aus den Mobilitätsmarkt angehen. (Foto: Mobileye)
Dietmar Fund

Als Teil des Ridehailing-Dienstes Sixt Ride möchte der zum Mobilitätsanbieter mutierte Autovermieter ab 2022 in München autonom fahrende Robotaxis von Mobileye erproben. Danach sollen sie über die Mobilitätsplattform One von Sixt und über deren Sixt App sowie über Moovit buchbar sein. Das haben Alexander Sixt, der mit seinem Bruder die Geschäfte leitet, und Intel-Chef Pat Gelsinger am 7. September 2021 auf der IAA mobility verkündet. Zu Intel gehört das Unternehmen Mobileye.

Alexander Sixt sprach in diesem Zusammenhang von „innovativer und digitaler Premium-Mobilität“. Das Ziel sei, „Mitfahrdienste“ auf Basis selbstfahrender Fahrzeuge in Deutschland und in weiteren Ländern Europas „im Laufe dieses Jahrzehnts“ aufzubauen.

Mobileye präsentierte auf der Mobilitäts-Show die Fahrzeuge, die serienmäßig in Deutschland produziert und eingesetzt werden sollen. Gezeigt wurde ein Fahrzeug, das mit dem Selbstfahr-System Mobileye Drive ausgestattet war. Es handelt sich laut Sixt um einen ES8 des chinesischen Herstellers NIO mit 100 kWh-Batterie, die für den Ganztagesbetrieb ausreichen soll.

Erste Projekte mit Fahrgästen sollen im Jahr 2022 in München starten. Nach einer behördlichen Genehmigung sollen die Robotaxi-Dienste in den Regelbetrieb übergehen. Eigentümer der Robotaxi-Flotte ist Mobileye, während Sixt für die Bereitstellung und die Wartung der Fahrzeuge sowie für den Betrieb verantwortlich ist.

Die deutsche Niederlassung Mobileye Germany GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Das 1999 in Israel gegründete und seit 2017 zu Intel gehörende Unternehmen ist vor allem für seine Kamerasensorik und für verschiedene Fahrerassistenzsysteme bekannt.

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