Werbung
Werbung
Werbung

In der Pause zählt ein Sturz nicht als Arbeitsunfall

Unfälle während einer Pause fallen nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Selbst wenn man sich im Pausenraum seines Arbeitgebers verletzt, genießt man in der Regel nicht den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. (Foto: Ilka Funke-Wellstein/pixelio.de)
Selbst wenn man sich im Pausenraum seines Arbeitgebers verletzt, genießt man in der Regel nicht den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. (Foto: Ilka Funke-Wellstein/pixelio.de)
Werbung
Werbung
Dietmar Fund

Wenn ein Arbeitnehmer während einer Pause stürzt, zählt das auch dann nicht als Arbeitsunfall, wenn das Missgeschick in einem Pausenraum passiert, den der Arbeitgeber zur Verfügung stellt. So urteilte das Landessozialgericht Baden-Württemberg in einem Urteil mit dem Aktenzeichen L 9 U 1534/14, auf das die Deutsche Anwaltshotline hinweist.

In dem verhandelten Fall hatte sich eine Verkäuferin eine Pause im Pausenraum ihres Arbeitgebers genommen. Dort rutschte sie auf eine Treppe aus und verletzte sich am Sprunggelenk. Die zuständige Behörde weigerte sich, dies als Arbeitsunfall anzusehen – eine Einschätzung, der das Landessozialgericht folgte. Seiner Meinung nach sind eine Pause und der Weg dorthin eine rein private Angelegenheit. Der Ort, an dem die Pause verbracht werde, sei unerheblich.

Anders sei das nur zu beurteilen, wenn ein Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen dazu gezwungen sei, seine Pause in einem bestimmten Raum im Betrieb zu verbringen. Dies könne etwa bei einer Kantine der Fall sein.

Printer Friendly, PDF & Email
Logobanner Liste (Views)
Werbung