Rollitaxi-Umrüster MobiTEC mit neuem Schienensystem

Der Berkheimer Familienbetrieb hat neue Alu-Profilschienen entwickelt, die hauptsächlich für den seitlichen Einbau an den Wänden von 3,5-Tonnern gedacht sind.

Harald Damaschke lässt sich gerade den Namen für die seitlich zu montierenden Alu-Profilschienen schützen, auf denen im VW Caddy Maxi die Kopf-Nacken-Stütze (l.) und Dreh-Klapp-Sitze (r.) verschiebbar angebracht werden. (Foto: Dietmar Fund)
Harald Damaschke lässt sich gerade den Namen für die seitlich zu montierenden Alu-Profilschienen schützen, auf denen im VW Caddy Maxi die Kopf-Nacken-Stütze (l.) und Dreh-Klapp-Sitze (r.) verschiebbar angebracht werden. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Harald Damaschke, Gründer und zusammen mit seinem Sohn Marco und Michael Ritter Geschäftsführer des Rollitaxi-Spezialisten MobiTEC GmbH & Co. KG aus Berkheim, lässt gerade den Namen für neue Alu-Profilschienen schützen, die in erster Linie für die Montage an den Seitenwänden von 3,5-Tonnern gedacht sind. Sie werden dort als Ergänzung zum selbst entwickelten Alu-Systemboden eingesetzt, um Sicherungssysteme für Rollstuhlfahrende variabel verankern zu können. Das macht die Positionierung der Rollstühle einfacher, deren Maße bekanntlich weit auseinandergehen.

Eine weitere Verwendung finden die neuen Profilschienen in Fahrzeugen mit Heckausschnitten und einem Rollstuhlplatz, mit denen MobiTEC vor 25 Jahren begonnen hat und die seither das Hauptstandbein des Unternehmens sind. Dort erlauben sie, Kopf-Nackenstützen an mehreren Positionen zu verankern, anstatt sie fest einzubauen. MobiTEC realisiert so im derzeit gefragtesten Basismodell VW Caddy Maxi alias Ford Grand Tourneo Connect einen Siebensitzer, bei dem man hinter der vollen Bestuhlung noch die Kopf-Nackenstütze mitführen kann.

Beim Vorgängermodell, das Volkswagen Nutzfahrzeuge noch alleine gebaut hat, musste man entweder auf den siebten Sitz oder auf die Kopf-Nacken-Stütze verzichten. Die sieben Sitze brauchen viele Taxi- und Mietwagenunternehmen aber am Wochenende, um zum Beispiel Jugendliche zu Discos und Veranstaltungen zu fahren.

Harald Damaschke hat inzwischen den gesamten Stahlbau ins Unternehmen geholt und fertigt auch die Bodenwannen für die Heckausschnitte selbst, die zuvor von Lohnunternehmen in der Region bezogen worden waren. Dafür haben er und sein Sohn einen Schweißroboter und ein Laserschweißgerät angeschafft. Marco Damaschke ist gerade dabei, die Fertigungsabläufe weiter zu optimieren.

Wie Harald Damaschke berichtet, wächst sein Team im Januar 2024 wieder von derzeit 25 auf 28 Köpfe an, worüber er sehr froh ist. Schließlich warten auf dem Firmengelände und einem Parkplatz in der Nähe derzeit rund 120 Hochdach-Kombis und Transporter mehrerer Tonnage-Klassen auf die Umrüstung zum Kraftfahrzeug für die Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen. Der Einbau von Fahrhilfen und der Bau von Campervans, der in der Corona-Zeit begonnen hat, müssen deshalb gerade etwas zurückstehen.

Für das Jahr 2024 plant der Firmenchef, wieder verstärkt auf Messen aufzutreten. Erstmals möchte er auch auf der Rehacare International in Düsseldorf ausstellen. Dort gehe es ihm unter anderem darum, seine Einbau-Kits für Heckeinstiege bekannter zu machen, die er analog zu API und zu AMF-Bruns anderen Umrüstern zum Einbau anbietet, berichtete Damaschke beim Besuch von taxi heute Ende November 2023.

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