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Mercedes-Benz: Das große Großraumtaxi wird noch vielfältiger

Mit Front-, Heck und Allradantrieb sowie einer elektrischen Variante wird der große Transporter von Mercedes-Benz ein noch vielseitiger einsetzbares Mehrzweckfahrzeug für Taxi- und Mietwagenbetriebe.


Seit 1995 ist der Mercedes-Benz Sprinter der Inbegriff des 3,5-Tonners unter den Transportern. Diesen Rang hat er sich nur mit Heckantrieb erarbeitet. Die 2018 kommende neueste Generation aber soll mit Front-, Heck- und Allradantrieb sowie einer batterieelektrischen Variante so vielfältige Antriebskonzepte wie der „kleine Bruder“ Vito bieten und mit dem VW Crafter gleich ziehen. Mit Frontantrieb soll die Ladekante um acht Zentimeter niedriger liegen. So viel verriet der Hersteller am 4. Dezember 2017 beim „Sprinter Innovation Campus“ in der Messe Stuttgart.

Dort waren vier verschiedene Cockpit-Konzepte zu sehen. Sie reichten vom ganz einfachen Modell für Handwerkerautos bis hin zum Top-Modell mit Bildschirm, Klavierlack und Klimabedienpanel für hochwertige VIP-Shuttles.

Dem Personentransport war einer von drei branchenspezifischen Workshops gewidmet, denn schließlich ist jeder fünfte in der Welt eingesetzte Sprinter ein „People Mover“, wie der Hersteller verkündete. Hardware-seitig ist für das mobile Gewerbe in Deutschland wichtig, dass nicht nur der Fahrersitz komplett neu ist und bis zur 10-Wege-Verstellung mit nach vorn ausziehbarem Sitzkissen aufgerüstet werden kann. Vielmehr wurden auch die Fahrgastsitze neu entwickelt. Ihre Kennzeichen sind eine Lehnenneigungsverstellung und zwei vorn aus der Sitzfläche ausfahrbare Getränkehalter. Wegen der wieder integrierten Dreipunktgurte ist das Gestühl nicht viel leichter geworden, aber künftig soll es dank einem „Easy-Mounting-System“ mit Rollen leichter aus- und wiedereinbaubar sein.

Speziell für den Personentransport verspricht Mercedes-Benz eine verbesserte Geräuschdämmung. Außerdem sei dafür eine eigene, luftgefederte Hinterachse entwickelt worden. Für die Top-Varianten gibt es ein Klimabedienpanel für vorn und für den Fahrgastraum, das mit Pkw-Anmutung aufwarten soll. Auch eine Dachklimaanlage kam ins Angebot.

Der Hersteller möchte indes nicht nur seine Hardware verbessert haben, sondern schildert auch allerlei Wege, um vom Fahrzeug gelieferte Daten in eine bessere Nutzung der Fahrzeugflotten einfließen zu lassen. Dazu wurde unter anderem eine Kooperation mit dem amerikanischen Start-Up VIA eingegangen, das seine Software für on-demand-Verkehre beisteuert. In Europa sollen solche Dienste, die von Haltestellen und Fahrplänen unabhängig sind, in Kürze erprobt werden.
 


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