Am 27. September sind wir wieder aufgerufen, bei der Bundestagswahl darüber abzustimmen, wie es mit Deutschland in den nächsten vier Jahren weitergeht. Glaubt man den Wahlprogrammen, so haben sich die Parteien für diesen Zeitraum einiges vorgenommen.
Bei aller Polemik im Wahlkampf ist häufig schwierig zu durchblicken, welche Standpunkte zu den verschiedenen Themen von den Parteien wirklich vertreten werden – zumal sich die Vertreter da auch gerne mal untereinander nicht einig sind. Wir haben deshalb mal in den Wahlprogrammen nachgesehen und versuchen die einzelnen Positionen zu den verschiedenen Themengebieten in aller Kürze zusammenzufassen.
Steuern
CDU/CSU: Der Eingangssteuersatz soll in zwei Stufen von 14 auf 12 Prozent sinken. Gleichzeitig soll der Betrag, ab dem der Spitzsteuersatz von derzeit 42 Prozent greift, von knapp 53.000 auf 60.000 Euro steigen. Die Union verspricht, gegen schleichende Steuererhöhungen bei Einkommenszuwächsen („kalte Progression“) vorzugehen.
SPD: Die Genossen wollen den Eingangssteuersatz von 14 auf 10 Prozent senken. Der Spitzenssteuersatz ab einem Jahreseinkommen von 125.000 Euro (Verheiratete: 250.000 Euro) soll nach dem Willen der SPD auf 47 Prozent steigen. Vorgesehen ist auch ein Bonus für Beschäftigte, die auf die Abgabe der Steuererklärung verzichten.
FDP: Die Liberalen versprechen vor allem eine deutliche Vereinfachung des Steuersystems. Der Eingangssteuersatz, der bis zu einem Jahreseinkommen von 20.000 Euro gilt, soll zehn Prozent liegen. Wer bis zu 50.000 Euro verdient, zahlt nach dem Willen der FDP 25 Prozent, höhere Einkommen sollen mit 35 Prozent versteuert werden.
Linke: Kleine und mittlere Einkommen sollen spürbar entlastet werden.