Erneuter Prozess um schwarze Kassen
Die Führung sogenannter schwarzer Kassen bei der Hamburger Taxizentrale „Hansa Funk“ hat ein weiteres juristisches Nachspiel. Seit dieser Woche müssen sich mehrere Ex-Vorstände wegen Veruntreuung von Firmengeldern vor Gericht verantworten.
Die Staatsanwaltschaft möchte den Angeklagten nachweisen, Gelder aus dem Bestand von schwarzen Kassen in 220 Fällen veruntreut zu haben. Von 53.000 Euro fehle zudem jede Spur. Nach einer mehrmonatigen Unterbrechung wurde der Prozess nun vor dem Hamburger Amtsgericht wieder aufgenommen.
Dort bestritten die ehemaligen Vorstände den Vorwurf der Untreue. Man habe sich nicht persönlich bereichert, rechtfertigte sich einer der Angeklagten vor dem Amtsrichter.
Die Existenz der schwarzen Kassen räumte man dagegen ein. Die damaligen Verantwortlichen waren deswegen bereits zu hohen Geldstrafen wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden, nachdem die Steuerfahndung im Jahr 2008 die Missstände aufgedeckt hatte. Die Genossenschaft musste 700.000 Euro an das Finanzamt nachzahlen.
Der Prozess wird nach ersten Einschätzungen wohl noch bis zum Jahresende andauern. Pro Woche soll ein Verhandlungstag angesetzt werden.
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