Volkswagen-Konzern ruft Dieselmodelle zurück
VW muss allein in Deutschland rund 100.000 Autos aufgrund von möglichen Rissen in der Einspritzleitung in die Werkstatt beordern. Betroffen sind Modelle des Konzerns mit 2,0-Liter-Dieselmotoren, unter anderem der Passat und T5, aber auch Baureihen der VW-Töchter Audi, Škoda und Seat.
"Es besteht die Möglichkeit, dass es durch auftretende Resonanzschwingungen in bestimmten Betriebszuständen in Verbindung mit der Regeneration des Dieselpartikelfilters zur Rissbildung an der Einspritzleitung kommen könnte. Das kündigt sich durch Kraftstoffgeruch und in Folge durch Austritt von Kraftstoff an", hieß es in einer übereinstimmenden Antwort der vier Fabrikatssprecher gegenüber dem Portal „Autoservicepraxis“. Über in diesem Zusammenhang aufgetretene Motorbrände sei bislang allerdings nichts bekannt, der Rückruf eine reine Vorsichtsmaßnahme.
Die Probleme könnten bei Modellen auftreten, die mit einem 2,0-Liter-TDI-Aggregat des Konzerns aus den Baujahren 2009 bis 2012 ausgestattet sind. Es geht bei VW konkret um die Modelle Eos, Golf, Jetta, Passat, Scirocco, Tiguan und T5, bei Škoda um den Octavia und Superb aus den Baujahren 2009 bis 2011 sowie den Yeti, der 2010 produziert wurde. Bei Audi ist lediglich der A3 aus den Modelljahren 2010 bis 2012 betroffen, bei Seat nur einige wenige Exemplare des Leon und Altea aus dem Produktionszeitraum März bis September 2009.
Insgesamt betrifft die Rückrufaktion des Konzerns in Deutschland 111.000 Fahrzeuge, weltweit sind es rund 300.000. Die entsprechenden Kfz-Halter werden angeschrieben. Je nach Modellreihe dauert der Werkstattaufenthalt den Herstellerangaben zufolge 15 bis 30 Minuten. "An allen betroffenen Fahrzeugen wird auf jede Einspritzleitung ein Schwingungstilger gesetzt und damit die Schwingungsbelastung der Leitung reduziert."
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