Werbung

40 Jahre taxi heute: ein Rückblick

Was in 40 Jahren in taxi heute zu lesen war, steht zugleich auch für 40 Jahre Geschichte der Taxi-Branche. Lassen Sie sich mit den Inhalten der alten Hefte in die „guten alten Zeiten“ des Taxi-Gewerbes entführen und in Kurzform 40 Jahre Entwicklung der Taxi-Branche Revue passieren. Spannendes, Interessantes und Amüsantes, zusammengestellt von Dietmar Fund.

 



 

Der 1. Jahrgang 1978

Mit der Heftnummer 4/78 und 20 Seiten Gesamtumfang startet taxi heute mit dem Untertitel „Das bundesweite Fachblatt für den erfolgreichen Taxi-Unternehmer“. Als „verantwortlicher Leiter des Redaktionsstabes“ erklärt der Rechtsanwalt Dr. jur. Wolfram Kerber, „taxi-heute“ sei die erste bundesweite Taxi-Zeitschrift. Sie wolle „für jedermann verständlich und praxisnah“ die Probleme des Gewerbes behandeln und Lösungswege aufzeigen. Die Erscheinungsweise wurde mit „vierteljährlich“ angegeben.

Die Zeitschrift ist bis auf das Gelb des Titels durchweg schwarz-weiß gedruckt. In ihr werben Simca für die Taxi-Modelle 1307 und 1308, AEG-Telefunken für Sprechfunksysteme, NCR für EDV-Systeme und die GEFA mit einem Omnibus-Motiv für Kredite. Erste redaktionelle Themen waren der eben eingeführte Fachkundenachweis und die Konkurrenz durch „Funk-Mietwagen“. Großraum-Fahrzeuge seien keinesfalls die Taxen der Zukunft, heißt es dort. „Flugschreiber im Auto“, eine Art Vorläufer der Unfalldatenspeicher, waren ein weiteres technisches Thema.

 

Der 2. Jahrgang 1979

 

Ausgabe 1/79

Im Editorial der Ausgabe 1/79 schreibt der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und für das Post- und Fernmeldewesen, Lothar Wrede, von einer neuen bundesweiten Taxi-Fachzeitschrift. Es geht ihm auch um das „Hineinwachsen der Taxen in den öffentlichen Personennahverkehr“. Das Heft meldet ein Konzept zur Krankenbeförderung des Bundesverbands des Deutschen Personenverkehrsgewerbes (BDP) und die Gründung des neuen Bundesverbands des Deutschen Taxigewerbes e.V. (BDT), dessen Sitz Bonn war, während die Geschäftsstelle in Düsseldorf angesiedelt war. Vorgestellt werden Leseleuchten für Taxifahrer und eine Taxi-Batterie von Varta.

Vier Ausgaben pro Jahr der „ersten bundesweiten Taxi-Spezialzeitschrift“ konnte man für zehn D-Mark abonnieren.

In einem Interview mit Herausgeber Wolfgang Huss redet das BDP-Präsidialmitglied Dr. Helmuth Bidinger über den Vorwurf, dass Taxifahren zu teuer sei, und erklärt schon damals, das Taxi-Gewerbe sei überbesetzt. Er tritt für hauptberuflich arbeitende Taxiunternehmer ein – offenbar sind nebenberuflich arbeitende damals ein Thema.

Ein großer Taxi-Test vergleicht die vier Taxis Audi 100, Citroen CX, Mercedes 240 D und Peugeot 504 GLD akribisch miteinander. Darin ist von einem „Dieselmonopol“ der schwäbischen „Zuteilungsmarke“ die Rede, das von allen Seiten kräftig angekratzt werde. Vorgestellt wird ein Rufbus-System namens RETAX ohne Angabe zu dessen Lieferanten und zu dem Ort, an dem es damals erprobt wurde. Grundig wirbt für Sprechfunk, Volvo für den „ersten 6-Zylinder Diesel-PKW der Welt“ als Taxi, den 244 GLD6. Das Hamburger Unternehmen Storno Electronic bewirbt Funksprechanlagen.

 

Ausgabe 2/79

„Steigen Sie um auf Rekord-Verdienst“ schreibt Opel in einer Anzeige für sein „Rekord-Taxi“.

Schon im April 1979 tagte der Taxi-Bundesverband BDP, ein Vorläufer des BZP, gerne im Maritim-Hotel am Timmendorfer Strand. Dort wurde Präsident Josef Kuffer als einziges Vorstandsmitglied einstimmig wiedergewählt. Neu eingerichtet wurde dort der Technische Ausschuss. Heftig debattiert wurde über ein Übergewicht der Städte und der Funktionäre gegenüber dem Land und den Unternehmern im Verband. Gesprochen wurde dort auch über die Notwendigkeit eines BDP-eigenen Informationsdienstes, diskutiert über die „neu erschienenen Taxifachzeitschriften“, von denen nur taxi heute namentlich genannt wurde. Für ein „hervorragendes Rahmenprogramm“ wurde der Daimler-Benz AG gedankt.
Längst vergessen sind die Fulmen-HD-Batterien aus St. Ingbert. „Fulmen-HD-Batterien sind Spitzenklasse! Daran können Sie ruhig rütteln!“ wirbt der Hersteller. Die Paderborner Taxi-Data GmbH bewirbt ihr überregionales Kreditkartensystem „Taxi Card“. Die Seibert Kunststofftechnik GmbH aus Berlin stellt „Zugluftabweiser“ vor.

Die Mineralölsteuerbefreiung und die Führung von Arbeitszeitnachweisen waren redaktionelle Themen. In der Lederhose abgebildet ist der heutige Verlagschef Christoph Huss, der bei einer Verlosung des Verlages die „Glücksfee“ spielte. Ein Ing. grad. Pieter Schaefer vergleicht die vier Taxis Opel Rekord, BMW 520, Ford Granada und Renault 20 unter anderem bezüglich ihrer Werbefläche.

Das richtige Verhalten von Taxifahrern bei Raubüberfällen schildert Kriminaloberkommissar Klaus Dietrich. Unter anderem rät er dazu, sich bei der Polizei „Beschreibungshilfsblätter“ zu holen, um Täter besser beschreiben zu können. Auf den Artikel folgt ein Inserat, in dem für Revolver, Pistolen sowie Gas- und Platzpatronen-Waffen geworben wird.

 

Ausgabe 3/79

„Ford Granada als Taxi. Eine Investition, die sich auszahlt“, textet Ford in seiner Anzeige. Citroen bewirbt mit dem Slogan „gleitende Arbeitszeit“ den CX 2500 Diesel und seine hydropneumatische Federung. Audi stellt den Audi 100 5D als komfortables und wirtschaftliches Taxi dar. Die Anzeige war farbig, was damals noch ganz selten war und es der Redaktion erlaubte, auf ein paar Seiten desselben Druckbogens Farbfotos zu bringen. Taxi-Data warb erstmals dafür, Krankenkassenabrechnungen über ein zentrales Rechenzentrum abwickeln zu lassen. Mit einer Beilage war auch der TAS Transport-Abrechnungs-Service aus Hannover diesbezüglich schon aktiv. Mit dem Slogan „Niemand erkennt die Überlegenheit des Mercedes deutlicher als der Profi: der Taxi-Fahrer“ warb Mercedes-Benz erstmals für seine Taxis.

In einer Meldung heißt es, seit dem 1. September 1979 sei als Taxi-Lackierung nur noch hellelfenbein (RAL 1015) zulässig. Im „Bonner Taxi-Hosenkrieg“ bekam ein Taxifahrer Recht, der das Tragen einer kurzen Hose im Sommer gegen die Funktaxi-Zentrale gerichtlich durchsetzen konnte. Die ersten vier japanischen Taxis Datsun Laurel 200, Mazda 929 L, Mitsubishi Sigma Galant GL und Toyota Cressida testete Redakteur Pieter Schaefer. Im Gespräch mit ihm kündigte Volkswagen an, mit dem Audi 100 und dem VW Jetta in den Taxi-Markt einzusteigen und sie mit Taxi-Paketen zu liefern. Der Konzern wollte seine Branchenkontakte unter anderem mit Gruppenreisen zu Werken vertiefen.

Dr. Wolfram Kerber stellte das INTAX-System vor. Es handelte sich noch nicht um rückrüstbare und folierte Taxis, sondern um ein Konzept eines integrierten Taxiverkehrs. Es ging um Zubringer- und Verteilerdienste für die S-Bahn.

Dieter Pfaff warb dafür, gute Kontakte zur Lokalpresse aufzubauen. Für das erste Halbjahr 1980 wurde redaktionell ein neues Abrechnungssystem für Krankenfahrten angekündigt, über das Geschäftsführer Kurt Jäger von der Taxi-Data GmbH informierte.
Eine „Fach-Studienreise nach Amerika“ kündigte taxi heute für den 4. bis 18. November 1979 an. Berichtet wurde darüber nie.

 

Ausgabe 4/79

Das T-Modell bewirbt Mercedes-Benz erstmals auf dem Titelbild. Die Firma WAP informierte über ihre „Schmutzsauger“, Nöldeke aus Konstanz bewarb eine aus den USA stammende Hochglanz-Versiegelung für Lacke, die monatelang schützen sollte. Eine über den Fahrersitz zu hängende Rückenlehne mit einstellbarer Wölbung verkaufte die Siegener Firma Schükra als eine Art Vorläufer der Lendenwirbelstütze heutiger Prägung. 90 Taxi-Unternehmer aus allen Teilen des Bundesgebietes holten in einer gemeinsamen Aktion ihr Taxi in Ingolstadt ab.

Ein Modellversuch mit „Minibustaxis“ sollte in Celle zeigen, wie von Taxifahrern gesteuerte, nicht näher beschriebene Fahrzeuge zwischen 20 und 0 Uhr den Linienverkehr mit Bussen ersetzen könnten. Im Bericht über das 5. Taxi-Seminar des BDP in Schönsee taucht ein Referent Johann Meißner aus München auf, der damals schon Vorstandsmitglied des Landesverbandes Bayern war und später BZP-Präsident geworden ist. Er berichtete über seine Erfahrungen als Ausbilder.

Einen Schwenksitz für Behinderte von König präsentierte taxi heute in der Ausgabe 3/79. Sieben große Kombis mit bis zu drei Sitzreihen vergleicht Pieter Schaefer erstmals in TH 3/79. Speziell für Taxis konzipierte Scheibenbremsbeläge namens Taxi-Pad bringt der englische Hersteller Don International zur IAA 1979. Welche Fragen der Taxi-Unternehmer beim Einstellungsgespräch stellen darf, erläutert Rechtsanwalt Jürgen Leske.

 

Der 3. Jahrgang 1980

 

Ausgabe 1/1980

Mit dem Jahrgang 1980 hält Farbe im Innenteil mehr Einzug. Offenbar hat der Verlag damals mit seinen Eigenanzeigen Anzeigekunden gezeigt, wie man damit mehr auffallen kann. Als „Kanzlerkandidat der Unionsparteien“ schreibt Ministerpräsident Dr. h.c. Franz Josef Strauß das Editorial. Sein Thema: „Das Taxi – ein wesentliches Element des öffentlichen Nahverkehrs“. Mit öffentlichen Zuschüssen stattete das Münchner Taxigewerbe im Februar 1980 insgesamt 25 Fahrzeuge mit schwenkbaren Beifahrersitzen aus.

Unter anderem um einen Kleintaxitarif in Bayern ging es in einem Artikel über diverse Mitgliederversammlungen von Landesverbänden. Im selben Heft wurden Taxameter vorgestellt. Außer dem damaligen Marktführer Kienzle mit dabei: die Marken Haldex, Centrodyne sowie das österreichische Unternehmen Hauslauer & Leitner mit ihrem Taxameter Hale electronic – so heißt das Unternehmen heute. Damals suchte es gerade Wiederverkäufer für das Bundesgebiet und Westberlin. Als „Taxi für den Chef“ präsentierte das Heft den Audi 100, den Opel Senator, den Peugeot 604 und den Volvo 244. Dieter Pfaff berichtete über einen Modellversuch mit einem Rufbus in Friedrichshafen, an dem auch sieben vom Taxigewerbe angemietete Fahrzeuge mit fünf bis acht Sitzplätzen beteiligt waren.

Die erste Anzeige der VdK Versicherung der Kraftfahrt AG (damals in Berlin) taucht in TH 1/80 auf. Darin heißt es: „Wenn es um Kraftfahrtversicherungen geht, sind Taxenunternehmer bei uns zuhause. Und schon seit siebzig Jahren.“

 

Ausgabe 2/80

Die Stadt Düsseldorf bezuschusste den Einbau von Schwenksitzen in 15 Taxis mit insgesamt 33.500 D-Mark. Solche Sitze gab es damals offenbar nur noch in München und Hamburg. In Westberlin startete das Rufbus-System „Telebus“, das speziell für Gehbehinderte und für Rollstuhlfahrer konzipiert war. Der BDP trat auf seiner Generalversammlung unter anderem für eine Befreiung der Taxiunternehmer von der Mineralölsteuer, eine Kfz-Steuerbefreiung für Taxis und eine deutlichere Abgrenzung zwischen Taxi und Mietwagen ein. Ähnliche Forderungen erhob der damals zweieinhalb Jahre bestehende BDT.

Zwei Friedrichshafener Taxiunternehmer berichten über positive Erfahrungen mit dem Rufbussystem, das über recht klobige Datenfunk-Terminals von Dornier gesteuert wird.
Allerlei Radios für Taxis, die zum Teil Cassetten abspielen konnten, stellte TH 2/80 vor. Einen Getränke-Dosenhalter, der sich zwischen dem Fensterglas und der Türverkleidung einhängen ließ, brachte die Sketec-Vesuv GmbH aus Großhesselohe auf den Markt. Mit einer Beilage machte erstmals opta data Rezeptabrechnung auf sich aufmerksam.

 

Ausgabe 3/80

Der BDT – Bundesverband des Deutschen Taxigewerbes e.V. inseriert für eine Versammlung am 9. November 1980, die unter dem Motto „Deutsches Taxigewerbe wehrt sich“ steht. Im Editorial tritt der Bundesminister für Wirtschaft, Dr. Otto Graf Lambsdorff, für selbständiges Unternehmertum und gegen eine um sich greifende „Subventionsmentalität“ ein.
Ansätze zu einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit schildert TH 3/80. Unter anderem ging es darin um eine bundesweite Werbekampagne des BDP mit dem Motto „Komm mit – Dein Taxi“. Sie zielte auf Bevölkerungsgruppen, die bis dahin noch kaum Taxi fuhren, und informierte über Kranken- und Hochzeitsfahrten. Zur Sprache kamen auch Ausflugs- und Stadtrundfahrten mit ausgewählten Frankfurter Taxifahrern. Wie der BZP heute weist der Artikelschreiber darauf hin, dass Taxifahrer in solche Kampagnen mit einbezogen werden müssten.

Über einen bundesweiten Großversuch mit einer 15prozentigen Methanol-Beimischung zum Normalbenzin berichtete TH 3/80. Einen Beitrag über Anforderungen an Funkgeräte lieferte Boto Berthold, Vorsitzender des technischen Ausschusses Taxi und Mietwagen im BDP. Er stellte Geräte von SEL, Motorola, Bosch, Storno und AEG-Telefunken vor. Ein weiterer Bericht erläutert, weshalb für das Wort „Taxi“ kein Namensschutz besteht – unter anderem mit Werbeanzeigen für ein „Tier-Taxi“, ein Bremer Transport Taxi und ein Lastentaxi.
„Rentiert sich der eigene Mechaniker?“ fragt Diplom-Volkswirt Uwe Nitzinger – und rät zu einer Einzelfallbetrachtung.

Eine zusammenklappbare Abdeckung namens „kombi-deck“ lieferte Hagla aus Betzdorf für Kombis. Sie sollte das „große Loch“ im Heck verschwinden lassen und hatte vorn ein höhenverstellbares Schutzgitter für aufgelegte Ladung. Lieferbar war sie für Kombis von Ford, Mercedes-Benz, Opel und VW. Der Sitzhersteller Dr. Höhn aus Ingelfingen wirbt für spezielle Fahrersitze für Fahrer mit Bandscheibenschäden, während die Firma BOPP-WAV aus Schotten Werbeartikel für Taxi- und Mietwagenunternehmer bewirbt. Unter dem Slogan „Krafft Stoff!“ zeigt sie einen Leitz-Ordner, hinter dessen Deckeln sich eine Schnapsflasche und Schnapsgläser verbergen. Die Norddeutsche Klassenlotterie hat eine erste Anzeige mit aufgeklebter Postkarte gebucht. Sie trägt im Unterschied zum nach wie vor schwarz-weißen Innenteil den grün gedruckten Slogan „Rechnen Sie mit“.

 

Ausgabe 4/80

Marktnischen für das Taxigewerbe im Linienersatzverkehr zeigte ein Bericht über ein Seminar der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG). Speziell für die Anforderungen von Taxis sollte der „Taxi-Heizer von WEBASTO“ entwickelt worden sein, den das Stockdorfer Unternehmen in TH 4/80 bewarb. Ob Mittelklasse-Taxis vom Schlage eines Audi 80, Ford Taunus, Talbot Solara und Opel Acona eine sinnvolle Alternative sein könnten, prüfte TH 4/80. Eine Eigenanzeige verkündet, dass taxi heute ab 1981 sechsmal jährlich erscheinen werde, weil aus dem Gewerbe so viel zu berichten sei.

Ein Bericht schildert Erfahrungen über die seit 1977 zugelassene Fremdwerbung auf den Taxi-Türen. Unter der Headline „Feindliche Brüder?“ geht es um die Abgrenzung von Taxi und Mietwagen.

 

Der 4. Jahrgang 1981

 

Ausgabe 1/81

Seit dem 1.1.1981 vertritt der BDP nur noch die Interessen des Taxi- und Mietwagen-Gewerbes, nachdem die Busunternehmer den Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) gegründet haben. Der Verband des Verkehrsgewerbes Nordrhein veranstaltete am 18. März 1981 im Messe-Kongreß-Zentrum Ost seinen zweiten Taxi-Tag. Die Mischung aus Ausstellung, Kundgebung und Tombola fand schon zum zweiten Mal statt und war wohl ein Vorläufer der Europäischen Taximesse.

Der BDT erklärte auf seiner Bundesversammlung am 5. November 1980 in Bad Godesberg, im Frühjahr 1981 solle die Taxi-Funkvermittlung zeitweise eingestellt werden, sofern nicht entscheidende Schritte zur Verbesserung der Situation im Gewerbe eingeleitet würden. Ein Notdienst für Kranke und Behinderte solle aufrechterhalten bleiben. Auf einem Parlamentarischen Abend im Februar in Bonn wollte man Politikern die Forderungen des Gewerbes nahebringen. Mit dem Titel „Mit dem Taxi gut verdienen“ startete eine Serie, in der der Taxiunternehmer und Unternehmensberater Erich Lettl seinen Kollegen Tipps für den wirtschaftlichen Erfolg geben wollte. Er plädierte in der ersten Folge für das Erschließen neuer Nischen wie des ärztlichen Notdienstes, den Krankentransport, das Theatertaxi, das Linientaxi und das Sammeltaxi. Den Übergang vom mechanischen zum elektronischen Taxameter schilderte TH 1/1981.

 

Ausgabe 2/1981

Eine Meldung weist auf ein „fotogeschütztes Sicherheitstaxi“ hin. Ähnlich der damals in Banken verwendeten Technik hatte es eine Automatic-Kamera mit Weitwinkelobjektiv und automatischem Blitz, die den ganzen Innenraum erfassen sollte und in einem „durch äußere Einflüsse nicht zerstörbaren Behältnis“ stecken sollte. Ausgelöst wurde die Kamera durch einen Alarmknopf.  Der BDP hat erreicht, dass die Daimler-Benz AG zum 1. Januar 1981 den Verwerterrabatt für Taxis und Mietwagen von 7 auf 8 Prozent erhöhte. Die Städte Hagen und Frankfurt am Main förderten Taxifahrten von Behinderten. Im Falle von Hagen mit einem einfachen Gutscheinsystem, bei dem die Taxizentrale entgeltfrei die Abrechnung mit der Stadt übernehmen sollte.

Ein Test von drei Mittelklasse-Kombis endet mit dem Fazit, dass sich deren Mehrkosten nur in Städten mit größerem Flughafen oder in Kurorten lohnen würden, wo viele Gäste mit viel Gepäck für mehrere Wochen anreisten. Mit dem Slogan „Mazda. Die Perfekten aus Japan“ warben die Japaner erstmals für ihr Taxi-Modell 929L. Mit dem Slogan „Unternehmer stärkt das Gewerbe!“ warb der HUSS-VERLAG unter den Lesern für ein Test-Abonnement von taxi heute. In einem Coupon konnten sie drei Adressen von Kollegen eintragen. Ein Werbegeschenk gab es damals nicht.

„Prima Klima imma wieda“ hieß es in einer Kleinanzeige, mit der die Air Press Automobiltechnik GmbH für Regen- und Windabweiser warb.

 

Ausgabe 3/81

Die Mineralölsteuer-Befreiung bleibt eine der Forderungen, die der BDP auf seiner Bundesversammlung in Berlin formulierte. Es ging dort auch um die Übertragung von Konzessionen und um Regeln für neue Konzessionen. Der BDT verlegte seine zweite Versammlung nach hinten, um Zeit für Gespräche mit dem BDP über ein gemeinsames Vorgehen zu gewinnen. Verleger Wolfgang Huss schrieb dazu, dass die beiden Verbände sich auf eine geschlossene Haltung einigen sollten. Er erinnerte dabei an ein „Patenschafts-Abonnement“ von taxi heute, das die Verbände den unteren Verwaltungsbehörden hätten spendieren können (was sie aber offenbar nicht taten).

Die Spritspar-Maßnahmen Formel E und „Stop-Start-Anlage“, wie sie damals hieß, stellte taxi heute 3/81 im Audi 100 und im VW Passat vor. Im selben Heft bewarb die frigette Deutschland GmbH aus Taunusstein eine „Aus- und Einschaltautomatik“ namens StopGo.

Der Diplom-Kaufmann Dr. Bernhard Ph. Herrmann rechnet vor, dass ein Einmann-Unternehmen mit einer mitarbeitenden Ehefrau oder einem angestellten Fahrer am rentabelsten geführt werden kann. Ein Taxi nur mit angestellten Fahrern zu betreiben, bringe keine Rendite.

Als „Partner für die Krankentransportabrechnung“ empfahl sich der Apotheken-Verrechnungsdienst (AVD) aus Northeim.

 

Ausgabe 4/81

Mit Tafeln an zwei Bahnhöfen informierte das Wuppertaler Taxigewerbe Bahnfahrgäste mit Beispielen über die Preise für längere Fahrten. „Weit über 300.000 km mit dem ersten Motor und dem ersten Getriebe sind bei einem Mercedes-Benz-Taxi nichts Ungewöhnliches.“ Diese Überschrift prägt eine textlastige, noch immer schwarz-weiße Anzeige. Darunter steht: Mercedes-Benz. Ihr guter Stern auf allen Straßen.“ Im gleichen Heft warb Mazda mit der ersten doppelseitigen Fremdanzeige überhaupt für einen Mazda 929L mit Flüssiggas-Antrieb.
Der BDP schafft einen Erweiterten Vorstand, indem er die 1. Vorsitzenden seiner Mitgliedsverbände mit in das neue Gremium aufnimmt.

Zu einer „großen Leserwahl“ ruft taxi heute 4/81 auf. Sie sollte die Frage „Wer baut das beste Taxi?“ beantworten. Jeder Teilnehmer konnte dabei ein Taximodell nennen und seine Wahl anhand von zwölf anzukreuzenden Kriterien begründen. Gewinnen konnte man zehn Preise, Hauptgewinn war ein elektronischer Taxameter vom Typ Kienzle 1140. Der Verlag nutzte einen Fragebogen dazu, mehr über die Bedürfnisse der Leser herauszufinden.

Der Vergleich von Benzin, Diesel oder Gas endet mit dem Hinweis, dass sich die geschilderten Kostenvorteile eines Gasantriebs je nach der Preisentwicklung der anderen Kraftstoffe schnell ändern können. Das gilt im Grund noch heute. Mit einer Meldung macht Opel auf seine eigens für Taxis auf der Basis der Modelle Rekord und Commodore entwickelte Taxi-Konsole aufmerksam.

 

Ausgabe 5/81

Das Saarland und der Bund wollen in einen geplanten ÖPNV-Modellversuch auch das Taxigewerbe mit einbeziehen. Er sollte in den Städten Saarbrücken und Neunkirchen sowie im ländlichen Raum durchgeführt werden und sich auf verkehrsschwache Zeiten sowie auf Einsätze zu besonderen Zielen wie Flughäfen oder zu besonderen Anlässen wie Theateraufführungen erstrecken. Die Leserwahl habe großen Anklang gefunden. Wen die Leser zum Taxi des Jahres gewählt hätten, melde TH 6/81, heißt es in einer Meldung.

Ein bevorstehender Zusammenschluss der Verbände BDP und BDT kündigt sich nach einer offenbar gemeinsamen Veranstaltung mit nur wenigen Bundespolitikern in Saarbrücken an. Über Linientaxis in den Niederlanden berichtet der von dort stammende Korrespondent Wim Faber. Mit der Titelzeile „Platz für Sieben“ präsentiert taxi heute „Kleinbusse für Taxi und Mietwagen“. Vorgestellt wurden wirklich kleine Kleinbusse, nämlich der Suzuki Carry, der Mitsubishi L 300 und den Peugeot J9. Diplom-Kaufmann Dr. Bernhard Ph. Herrmann rechnet vor, dass eine Vervielfachung des Umsatzes über die Erweiterung eines Taxibetriebs von einem auf zwei, drei oder fünf Pkw nicht unbedingt höheren Gewinn abwirft.

 

Ausgabe 6/81

Erstmals wirbt der HUSS-VERLAG mit Werbegeschenken unter Lesern für neue Abonnenten. Am 5. November 1981 stimmt der Erweiterte Vorstand des BDP dem Konzept für eine Einigung beider Taxiverbände zu. Präsidium und Vorstand beauftragt er, weitere Verhandlungen zu führen. Opel, Ford, Mazda und Volvo sind zu dieser Zeit die treuesten Anzeigenkunden auf Seiten der Autohersteller. Kopfschmerzen wollte die Münchner elevit GmbH mit Impulsfeldtechnik bekämpfen. Sie eigne sich für das Auto wie für das Büro gleichermaßen, heißt es im Anzeigentext. Das Rechenzentrum Hünxe (RZH) tritt erstmals werblich in Erscheinung. Teletron bewirbt sein neues Sprechfunkgerät T8000.

Patientenfahrten, die die AOK Leer in Eigenregie aufzog, verärgerten das Taxi-Gewerbe. Auf einer Druckseite informierte taxi heute 6/81 über die Ergebnisse der Leserwahl „Taxi des Jahres 81“. An erster Stelle lag der Mercedes 200 D mit 45,6 Prozent vor dem Mercedes 240 D mit 19,8 Prozent und dem Mercedes 300 D mit 6,3 Prozent. Abgeschlagen folgten der Opel Rekord, der Audi 100, der Datsun Laurel, der VW Passat und der Volvo 244 D. Dem Text nach beteiligten sich die Leser „zahlreich“, aber eine Anzahl der vergebenen Stimmen wird nicht genannt. Die Verlegertochter Carolin Huß (wie es falsch hieß) zog als „Glücksfee“ die Gewinner der zehn ausgelobten Preise. Möglichkeiten zur Effizienzsteigerungen in Taxizentralen skizziert ein Beitrag in TH 6/81, in dem unter anderem Bildschirmtext erwähnt wird.
 

Der 5. Jahrgang 1982


Ausgabe 1/82

In einer Meldung wird für den 6. Mai 1982 der Europäische Taxitag in Köln angekündigt. Veranstalter sind der BDP und der Verband des Verkehrsgewerbes Nordrhein. Verwiesen wird auf die Taxitage der vergangenen Jahre und wieder auf die Elemente Ausstellung, Kundgebung und Tombola. Der HUSS-VERLAG hatte dort schon damals einen Stand. Seit dem 1. Januar 1982 gilt für Krankenfahrten ein Fahrkosten-Eigenanteil von fünf D-Mark, den die Taxifahrer kassieren müssen. Erstmals stellt taxi heute 1/82 den Bundes-Verband Personenbeförderung e.V. (BVP) vor und unterstreicht damit seine Unabhängigkeit von den Verbänden. Der BVP bestand demnach seit 1957 (!) und wollte keine Mitgliederzahlen nennen.

Der Taxi-Service M. Pingel aus Menden warb für einen „Taxiwächter“. Offenbar handelte es sich dabei um nachzurüstende Sitzkontakte. Das Taxi sollte Personen nur noch mit eingeschaltetem Taxameter befördern können, sonst sollte es stehen bleiben. Maßnahmen gegen „schwarze Schafe“ im Gewerbe schilderte Klaus Assmann aus Frankfurt am Main. Rezepte für Matrosengulasch, einen Reis-Tomaten-Auflauf und ein Schweineschnitzel mit Pflaumen brachte Lieselotte Heysing in einem Artikel über richtiges Essen für Taxifahrer. Über das Auto-Leasing informierte ein Beitrag, der mit einer Anzeige des „Mercedes-Leasing-Systems“ garniert war. Über Theater-Taxis und andere auf Kleinbussen basierende Taxi-Angebote in den Niederlanden berichtete Wim Faber.

 

Ausgabe 3/82

Mit dem Slogan „Luxus für 7: Der Volkswagen Caravelle“ bewirbt der Volkswagen-Konzern erstmals seine Nutzfahrzeuge. Damals noch unter der Marke V.A.G. Happich bewarb sein „Licht-Luft-Sonnendach“ und darin einsetzbare „Klimakassetten“. Bei der Kundgebung anlässlich des Europäischen Taxitages in Köln erschienen rund 900 Taxler. Der BDP-Präsident Josef Kuffer redet von einer „Denkpause“ bei den Gesprächen mit dem BDT, dessen Präsident ebenso interviewt wird. Beide Verbände waren verärgert über eine hohe Beitragserhöhung der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen.

Lieselotte Heysing berichtete über Urlaub im Wohnwagen oder Wohnmobil. Ein „Taxameter-Kontrollgerät RECO“ bot der Darmstädter Ingenieur Kornelius E. Wnuk an. Es sollte die Besetzt-Kilometer automatisch und unabhängig vom Taxameter registrieren und verhindern, dass das Taxi gestartet werden kann, ohne den Taxameter einzuschalten.

 

Ausgabe 4/82

Toyota. Vertrauen Sie Ihrem Verstand. Mit diesem Slogan warb erstmals Toyota für sein Taxi Cressida Diesel Automatic. Mitsubishi stellte seinen L 300 Kompaktbus mit neun Sitzen vor. Thomson-CSF bewarb seine Funkgeräte-Serie TMF 260. Auf der Aktionärsversammlung von Daimler-Benz demonstrierte der BDT dagegen, dass der Konzern nur den BDP finanziell unterstütze. VW wurde damals außerordentliches Mitglied im BDP. Beim Sommerfest des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt verteilten im BDP organisierte Taxifahrer Sträußchen mit Vergißmeinnicht samt einem Grußblatt, das auf Anliegen des Gewerbes aufmerksam machte.

Über das 10jährige Jubiläum des „Spätwagen-Taxis“ in Pforzheim berichtete taxi heute 4/82. Es bediente die Spätkurse der Verkehrsbetriebe und man durfte nur an Bushaltestellen ein- oder aussteigen. Das Spättaxi wurde pauschal bezahlt. Wurden zusätzliche Taxis benötigt, bekam die Taxizentrale dafür eine Kilometerpauschale. Im kurzen Bericht über die Fahrt von Taxiunternehmern ins VW-Werk Wolfsburg stand, dass der Hersteller für den VW Passat und den Audi 80 erstmals ein Taxipaket anbieten werde. Für das bedarfsgesteuerte Kleinbussystem „T-Bus“ in Eschershausen stellt Volkswagen dem Mietwagenunternehmer Wilhelm Samsen aus Holzen kostenlos zwei T3 zur Verfügung. Bestellt wurden sie per Telefon, sie verkehrten ohne Fahrplan. Eine Trittstufe und zwei Klappsitze anstelle der ersten Sitzbank sollten die Mitnahme von Kinderwagen erleichtern.

Eine Übersicht über „Taxi-Busse“, die dieses Mal vom Fiat 900 E bis zum Ford Transit reichte, brachte taxi heute 4/82. Über Rollstuhltaxis heutiger Prägung auf der Basis von Transportern mit Auffahrschienen oder Lift in den Niederlanden berichtet erstmals Wim Faber. In einem Kasten wird auf einen Renault 4 mit aufgesetztem Kunststoff-Hochdach, Auffahrschienen und Rollstuhlplatz hingewiesen, den eine Firma aus Wanderath umrüstete.

 

Ausgabe 5/82

Mit einer Eigenanzeige sucht der HUSS-VERLAG regionale Abonnenten-Werber. Die Überschrift lautete: „Nebenverdienst für Taxifahrer“. Der BVP warb für eine BVP-Spezial-Rechtsschutzversicherung. „Abrechnungsstelle – lohnt sich die eigentlich?“ fragt taxi heute 5/82.
Eine Autobox, die zusätzlichen Ablageraum bieten sollte und per Klettband auf dem Mitteltunnel im Fond befestigt wurde, stellte Happich vor. Es gab sie mit oder ohne Klappdeckel.

 

Ausgabe 6/82

Die Lübecker Taxiunternehmerin Karin Hüttmann stellte als erste ein englisches Taxi in Dienst. Da vielen älteren Fahrgästen der Einstieg zu hoch war und der Austin von British Leyland sich nicht sehr für Krankentransporte eignete, stieg die Unternehmerin wieder auf ein deutsches Taximodell um und nutzte ihr „British Elend“ – heute würde man es London-Taxi nennen – nur noch privat. Mit einem Ford Transit-Luxusbus für sechs Fahrgäste sprach der Frankfurter Taxiunternehmer Horst Bayer besonders Großfamilien und Betriebsgruppen an.
Der BDP lehnte den Besuch der außerordentlichen Bundesversammlung des BDT in Hannover ab. Dort trat Dieter Zillmann auf, der später im BZP eine führende Rolle einnehmen sollte. Heinrich Otto Eichmann repräsentierte dort VW und stellte den VW Passat Variant und den Audi 80 als Taxis vor.

Das Passat Variant-Taxi bewirbt der Hersteller in derselben Ausgabe gleich auf vier schwarzweißen Seiten. Mit dem Slogan „Das Mercedes-Taxi: hochwirtschaftlich.“ warb Mercedes-Benz erstmals in Farbe für seine Taxis. Das bereits früher kurz vorgestellte Zusatzgerät RECO schilderte taxi heute 6/82 als eine Entwicklung, die die Darmstädter Taxiunternehmerin Verena Hermann angeregt habe. Es wurde fortan als Taxikontrollgerät TACO angeboten und sollte zwei Kontrollmöglichkeiten bieten. Zum einen konnte es die mit Taxameter gefahrenen Kilometer zu Vergleichszwecken anzeigen und zum anderen das Anfahren des Taxis ohne eingeschalteten Taxameter verhindern.

Werbung
Werbung
Map&Guide ist der Abrechnungsstandard im Straßengüterverkehr mit über 55.000 Anwendern. Die Werte der Kostenberechnung sind...
 

© 2017 HUSS-VERLAG GmbH München | Alle Rechte vorbehalten